Förderung für Artenvielfalt und Dauergrünland

Über "Greening, Chancen zur Äsungsverbesserung" sprach Ely Eibisch. Laut dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Tirschenreuth ermöglichten viele Hecken und die kleinflächige Bewirtschaftung dem Niederwild in früheren Jahren ein nahezu ungestörtes Dasein vom Frühjahr bis zum Herbst. Im Winter war es eine Selbstverständigkeit, dass Bauern und Jäger Wildfutter ausbrachten.

Die Vorgaben der Politik für die Landwirtschaft haben zu einer Hochleistungslandwirtschaft geführt. Permanentes Verkehrsaufkommen auf beinahe allen Flächen bedeute das Aus für Rehwild, Hasen und Co. in den Revieren. Diese hätten die robusten Wildschweine flächendeckend besetzt und bescherten den Waidmännern durch immer größere Schäden schlaflose Nächte. Es bestehe die Gefahr, dass die Jagden nicht mehr verpachtet werden können.

Eibisch erklärte, dass durch Greening und dem Kulturlandschaftsprogramm Artenvielfalt, Erhaltung von Dauergrünland und ökologische Vorrangflächen stärker gefördert werden. Die Natur müsse für die gesamte Fauna und das Wild wieder lebenswert gestaltet werden. In seinem Revier gebe es wieder einen guten Feldhasenbesatz seitdem er, wo immer es gehe, Dauergrünland erhalte und ökologische Flächen wildfreundlich gestalte.

Dr. Schinner versicherte Eibisch, dass die Jäger bereit seien, ihre Reviere zu verbessern. Dies gehe aber nur mit den Jagdgenossen. Seit Jahrzehnten werden das Pflanzen von masttragenden Bäumen und Sträuchern sowie die Anlage von Wildäckern über die Jagdabgabe bezuschusst. Die neuen Förderrichtlinien seien sicher eine zusätzliche Möglichkeit, der gesamten Tierwelt wieder mehr attraktive Lebensräume anzubieten. (hrö)
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