Forderung des VdK-Ortsverbandes an Staatsregierung
Demenzkranke mehr unterstützen

Die fehlende staatliche Unterstützung bei den Bedürfnissen der Demenzkranken war eines der zentralen Themen der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes Bruck. Gerade in Bayern würde man bei der Thematik sehr hinterher hinken und so sei der "Zusammenbruch des lückenhaften Systems" zu befürchten.

Zu Beginn seiner Ausführungen dankte Vorsitzender Gerhard Antretter für die engagierte Arbeit im Vorstand und erinnerte an die interessanten Fachvorträge über "Seniorensicherheit bei Haustür- und Telefongeschäften", "Patientenverfügung und Generalvollmacht" sowie die Informationsveranstaltung über die Pflegereform, die allesamt sehr gut besucht waren. Mit einigen Feiern wurden die gesellschaftlichen Aufgaben des Vereins abgedeckt. Zwei Ausflüge rundeten das Vereinsjahr ab. Derzeit könne man auf 377 Mitglieder zählen, informierte Antretter. In seinen politischen Ausführungen ging der Vorsitzende auf die Situation der Demenzkranken im Freistaat ein, die er mit rund 180 000 Betroffenen bezifferte. In gesundheitlichen Fachkreisen werde in den nächsten Jahren eine enorme Steigerung erwartet, so der Sprecher. "Nun müssen schnellstens Ziele festgelegt werden, um die Lage der betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern".

Er kritisierte die bayerische Staatsregierung dahingehend, dass "die entsprechenden Weichen bisher nicht gestellt wurden" und warnte davor, dass "dieses bereits sehr lückenhafte System vollends zusammenbrechen" könne. Er freute sich, dass der lange Kampf über die Abschaffung des Schulgeldes für Altenpfleger erfolgreich war und die staatlichen Behörden dem immensen Druck der Sozialverbände nachgegeben hätten. Steigende Anmeldezahlen in den Fachschulen seien die positive Folge aus dieser Umsetzung.
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