Fortschritte bei Fußgängerzone

Über den Stand der Bauarbeiten an der Fußgängerzone "Hammergraben" informierten sich Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Bauamtsleiterin Kerstin Wilka-Dierl (von links). Bild: fjo

Die erste Fußgängerzone der Marktgemeinde Waidhaus in Pfrentsch nimmt Formen an. Wie ein kleines Labyrinth mutet das Wegenetz im Ortsteil an, das auf uralte Gehrechte im rückwärtigen Bereich der privaten Anliegergrundstücke gründet.

Als Abkürzungen zwischen Hradschin und Dorf genießen die schmalen Pfade schon immer und immer noch einen enorm hohen Stellenwert. Nach Regen und im Winter war das als "Hammergraben" bezeichnete Areal jedoch kaum zu begehen.

Rinnsale bahnten sich ihren Weg, Gartenmauern ragten bedrohlich in den Gehweg, und vermehrter Unkrautbewuchs setzte ein. Beim "Tag der offenen Gärten" beim Heimatfest war dieser Bereich trotz seiner Besonderheit gar nicht eingebunden.

Schüler nutzen Wege

Für Schüler blieben die Wege trotzdem Favorit, nicht nur wegen der Abkürzung zur Bushaltestelle, sondern auch, um die stark befahrene Durchgangsstraße zu meiden. Die Breite beträgt jedoch teilweise kaum einen Meter. Zumindest wurde der im Untergrund verlaufende Kanal nach einer Kamera-Befahrung als "gut" befunden. Der Marktrat beauftragte im Frühjahr das Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß mit der Planung zu Kosten von knapp 6000 Euro (inklusive Vermessung). Ein optimales Begehen und Befahren mit Rollatoren und Kinderwagen wurde als Ergebnis im Beschluss festgehalten.

Dietmar Hammerl vom Ingenieurbüro ging näher auf die Materialien ein. Verwendet werden Gitter-Kunststoff als Bodenbelag und LED-Pilzleuchten für die Straßenbeleuchtung. Das auserkorene neuartige Gittersystem sei aus den Inhalten gelber Säcke hergestellt und mit Tonerde gefüllt.

In einigen Jahre ergebe sich daraus ein begrünter und einigermaßen fester Untergrund. Der rund 80 Zentimeter breite Plattenbelag in der Mitte der Wege käme Rollator- und Kinderwagenbenutzern zugute. Die Entwässerung werde im Gemeindegrund sichergestellt, eine zusätzliche Ableitung des Regenwassers werde geschaffen. Hammerl bat die Anlieger, während der Baumaßnahme eventuelle Grundstücksmauern zu sanieren. Mit den im Haushalt vorgesehen 35 000 Euro lässt sich das Vorhaben jedoch nicht umsetzen.

Vier Angebote

Von sechs angefragten Unternehmen gaben nur vier ein Angebot ab. Das günstigste kam von der Firma Holfelder aus Hinterbrünst (52 652 Euro). Dazu kommen die Kosten für die energiesparenden LED-Leuchten. Für die nächtliche Ausleuchtung der neuen Fußgängerzone sind zwei weiterer Brennstellen zur Sicherung nötig. Der Auftrag über 4000 Euro ging ans Bayernwerk.
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