Frankfurt.
Kulturnotizen "Kruso" und "Kohl-Protokolle"

(dpa) Vor einer Woche hat Lutz Seiler den Deutschen Buchpreis für "Kruso" gewonnen. In den deutschen Buch-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ist das Romandebüt seitdem von Rang neun auf Platz eins gerückt. Der auf der Ostsee-Insel Hiddensee kurz vor dem Mauerfall spielende Aussteigerroman liegt damit vor den gewohnten Bestseller-Autoren wie Nele Neuhaus ("Die Lebenden und die Toten") und Ken Follett ("Kinder der Freiheit"). "Kruso" habe inzwischen eine Auflage von 200 000 erreicht, berichtete der Suhrkamp-Verlag.

In den Hardcover-Sachbuch-Charts haben sich die umstrittenen "Kohl-Protokolle" von Heribert Schwan und Tilman Jens auf Platz zwei etabliert. An die Spitze setzte sich Hape Kerkeling mit seinen Kindheitserinnerungen "Der Junge muss an die frische Luft".

Literaturpreis für Michael Köhlmeier

Aachen.(epd) Der Schriftsteller Michael Köhlmeier erhält den mit 20 000 Euro dotierten Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen 2014. Der in Wien lebende Autor sei ein Sprachkünstler, der seine Leser in den Strudel seiner vielfältigen komischen, tragischen und widersprüchlichen Geschichten ziehe, begründete die Stadt Aachen ihre Entscheidung. Die Preisverleihung findet am 9. November statt.

Schau beleuchtet Nationalmuseum

Nürnberg.(dpa) Seit mehr als 160 Jahren präsentiert es Zeugnisse zur Kunst- und Kulturgeschichte im deutschsprachigen Raum - jetzt setzt sich das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg erstmals auch mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Eine kleine Dauerausstellung in der früheren Eingangshalle erinnert vor allem an den Gründungsvater des Museums, den oberfränkischen Adeligen Hans Freiherr von und zu Aufseß (1801-1872). Zugleich beleuchtet die Schau die geistesgeschichtlichen Hintergründe der Museumsgründung.

Die in drei Sektionen gegliederte Schau beschreibt zudem den Willen des Museumsgründers, deutschsprachige Kultur in allen ihren Facetten zu erfassen. In Abweichung von dem ereignisgeprägten Geschichtsbild seiner Zeit habe von Aufseß großes Interesse an Alltagskultur gezeigt - und dafür eine eigene Museumsabteilung etwa für Haushaltsgegenstände vorgesehen. Die Ausstellung umfasst 90 Exponate.
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