"Franziska und Hermann" nehmen die Lokalpolitik aufs Korn - Volles Haus beim Starkbierfest der ...
Starkes Bier und starke Sprüche serviert

Zusammen mit (von rechts) Maria Schlögl stießen Hermann Meiller und Franziska Gradl auf ein humorvolles Starkbierfest an. Bild: wto
Wernberg-Köblitz. (wto) Die Kommunalpolitik hält so manches Fettnäpfchen bereit. Wer hineintritt, bekommt beim Starkbierfest der Freien Wähler auch noch sein Fett ab. Und da augenzwinkerndes Derbleck'n immer die Besucher lockt, strahlte Vorsitzende Maria Schlögl übers ganze Gesicht angesichts der Resonanz. Das Schützenheim war "ausverkauft", das Starkbier so süffig, dass es bald zu Ende ging, das Essen und die Einlagen deftig. Es gab hausgemachte Spezialitäten. Für Musik sorgte Johannes Reis.

Höhepunkt war der Auftritt des Duos Franziska Gradl und Hermann Meiller. Hintergründiges und Humorvolles waren angesagt. Die beiden nahmen die Lokalpolitik aufs Korn. Ins Zentrum rückte die Weidener Straße, die schönste Straße in Wernberg-Köblitz. Verziert wird sie mit hübschen Alleebäumen gleich gegenüber den alten, in den Felsenhang geschlagenen Bierkellern.

"Austreten" mit Folgen

Einem "Missgeschick" in einer Marktratssitzung sei es zuzuschreiben, dass eines der drei Baudenkmäler nicht saniert wird. Während der Abstimmung ging nämlich einer der Volksvertreter "austreten". Der Mehrheitsbeschluss, dass eigentlich alle drei Keller saniert werden sollten, kam so nicht zustande. Hermann Meiller mokierte sich über die Politik des Aussitzens, Franziska Gradl hielt schon gar nichts davon, sich so vor der Verantwortung zu drücken.

Nicht fehlen durfte die Zukunft des Wernberger Jugendheimes. Eigentlich schon längst abgehakt und vom Marktrat verworfen, könnte jetzt Leben in die Bude kommen. Aber vielleicht werde auch das wieder im Marktrat ausgesessen.

"Integrieren gerne"

Ruhig sei es derzeit an der politischen Front, sinnierte Hermann Meiller. Doch er hatte auch gleich die Antwort: "Wenn es nix zu berichten gibt, dann ham's logischerweise auch nix oder nix Sinnvolles gemacht." Ruhiger geworden "ist es auch um unsere Bundestagsabgeordnete". Wahrscheinlich stehe sie noch unter Schock. "Aber wir Wernberg-Köblitzer integrieren gerne". Dann zur Person des Bürgermeisters: Georg Butz werde seine letzten Amtsjahre bis zum Ruhestand wohl ruhig angehen. Nur die Nachfolger, die sollten doch irgendwann das Rennen eröffnen. Eine Fusion der Frauenbünde Oberköblitz und Wernberg würden bestimmt ein schlagkräftiges Team oder - besser gesagt - gute Kandidaten mit sich bringen.

"Billiges hat jeder selbst zu Hause", gaben die Veranstalter als Losung bei der Tombola aus. Es gab hochwertige Preise. Monika Schöner zog das Los für verschiedenste Gemüsesamen, die von Fahrrad Gradl gespendeten zwei Gutscheine gingen an Elisabeth Weidner und Anni Luley. Christa Pösl gewann das Frühstück für zwei Personen im Café Bohne. Eine Abnehmer fand auch der Gutschein von Bauunternehmer Hans Zitzler: Franz Hechtl freute sich über Friedhofskies.
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