Frauen-Union will die 50 packen

Mit einem Frühlingsstrauß als Dankeschön für das Engagement über Jahrzehnte verabschiedete die Vorsitzende Gabriele Appl (Vierte von links) die Vorstandsmitglieder Michaela Schnödt (nicht im Bild) und Bruni Späth (mit Blumen) bei der Hauptversammlung. Mit im Bild Kreisvorsitzende Brigitte Trummer (Zweite von rechts). Bild: cs

Ganz einfach wird es nicht. Aber das hält die Frauen-Union (FU) Auerbach nicht davon ab, ihr Ziel anzusteuern: Die Gruppe will ihre Mitgliederzahl von aktuell 44 auf über 50 steigern. Vielleicht bietet ja das bevorstehende 25-jährige Bestehen die Gelegenheit dazu.

Neue Mitglieder zu gewinnen und Frauen für die Politik zu interessieren, bleibe ihr Ziel, kündigte Vorsitzende Gabriele Appl bei der Jahreshauptversammlung im Kolpingzimmer an. "Wir FU-Frauen sind bereit, Verantwortung für unsere Gesellschaft und für Auerbach zu übernehmen." Im Rahmen ihrer Möglichkeiten habe die Frauen-Union schon Großes zustande gebracht. Nach wie vor sei ein Schwerpunkt der gewünschte Mitgliederzuwachs. "Wenn es auch ein sehr schwer erreichbares Ziel ist", wie die Vorsitzende einräumte. Es gelte, weitere Frauen, egal welchen Alters, von der FU zu überzeugen.

In ihrem Rückblick listete Appl die Aktivitäten des vergangenen Jahres auf, darunter die Fortführung des 2005 eingeführten Begrüßungs-Geschenkes: 559 Neubürger haben die Frauen bisher damit bedacht. Die 2014 bei Bürgermeister und Stadtrat beantragte Wiedereinführung des Begrüßungsgeldes für Neugeborene sei erfolglos geblieben, bedauerte Appl. Insbesondere der Auerbach-Gutschein habe die FU dazu bewogen, dieses Thema erneut aufzugreifen, da die Kaufkraft in der Heimatstadt bleibe. Bei einer Wiedereinführung des Begrüßungsgeldes wäre die FU bereit gewesen, bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Eltern die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen zu übernehmen. Die Stadt Auerbach gehe aber einen anderen Weg mit der Geschenkbox, die Neugeborenen zugeschickt wird.

Freude bringe die FU stets mit ihren Ostergeschenken, unterstützt von der Instrumentalgruppe Schalom, für die rund 140 Bewohner der Alten- und Pflegeheime. Erstmals wird heuer auch das Pflegezentrum an der Magdalenenkapelle in Ranna mit einbezogen. Einen Ostermarkt gibt es diesmal wegen beruflicher Überlastung nicht: Der Vorstand hat dafür künftig einen Turnus von zwei Jahren festgelegt.

Der gelegentlich unterschwelligen Kritik, FU-Frauen seien zu wenig politisch, hielt Appl die als "politische Duftnote" gesetzte und für den CSU-Bürgermeisterkandidaten Uwe Ditz organisierte erste Bürgerinnen-Versammlung entgegen. Viele "Druckstellen" seien dabei unter dem Motto "Wo drückt uns Bürgerinnen der Schuh?" sichtbar geworden - von der Verkehrssicherheit in der Innenstadt einschließlich barrierefreier Übergänge, besonders auch am Friedhofs-Ein- und Ausgang, Parkverhalten im Zentrum, bis hin zur Situation am Grünhof oder zur Verlängerung der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes an den Samstagen.
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