Frauenbund-Mitglieder besuchen Hospiz in Bayreuth
Ein Ort des Lebens

Dem Albert-Schweitzer-Hospiz in Bayreuth stattete der Katholische Frauenbund einen Besuch ab. Auch Mitglieder des Kirchenlaibacher Zweigvereins waren mitgekommen. Hospizleiterin Angelika Eck führte die Gäste durch die Räume. Die Teilnehmer erfuhren, dass eine Palliativstation eine eigenständige Station in einer Klinik ist. In stationären Hospizen hingegen werden "Gäste" mit unheilbaren oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen aufgenommen. Es geht dabei nicht darum zu heilen, sondern Schmerzen zu lindern, insbesondere wenn häusliche Betreuung nicht möglich und der Aufenthalt im Krankenhaus nicht erforderlich ist. Natürlich möchten die meisten Menschen zu Hause sterben, so Eck, doch das sei nicht immer möglich.

Eck warf auch einen Blick in die Entwicklungsgeschichte. Der Begriff Hospiz stamme aus der Zeit des Mittelalters. In Hospizen wurden kranke Pilger gepflegt. Die englische Krankenschwester, Ärztin und Sozialarbeiterin Cicely Saunders eröffnete 1967 in einem Londoner Vorort ein Haus für sterbende Menschen, sie nannte es Hospiz. 1986 entstand das erste Hospiz in Deutschland. "Wir sind kein Sterbehaus, wie es manchmal heißt, sondern ein Ort des Lebens. Wir möchten unseren Gästen helfen, die Selbstbestimmung zu stärken und ihre Lebensqualität möglichst bis zuletzt zu erhalten."

Um geeignete Schmerztherapien zu entwickeln, werde Rücksprache mit den Hausärzten genommen. Neben erfahrenen Pflegekräften, ehrenamtlichen Hospizhelfern, den Ärzten, Sozialarbeitern, Therapeuten und Seelsorgern seien auch die Angehörigen involviert. Angehörige könnten im Zimmer des Patienten oder in einem Besucherzimmer übernachten.

Dass es in Bayreuth ein Hospiz mit zehn Gästebetten gibt, sei ein langer Weg gewesen, so Eck. Träger des Hospizes in Bayreuth sind das Diakonische Werk, der Hospizverein Bayreuth und die Bayreuther Hospizstiftung. Von den Pflege- und "Krankenkassen werden 90 Prozent der Betriebskosten gedeckt, der Rest komme aus Spenden. Auch der Frauenbund leistete zum Schluss des Besuches einen Beitrag.
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