Frauengruppe lässt sich von Experten über Einbruchschutz informieren
Nicht den Helden spielen

Dieter Melzner. Bild: hme
Neudorf. (hme) Aktueller hätte das Thema für einen Informationsabend der Frauengruppe Neudorf nicht sein können. Glaubte man bis vor kurzem noch, in Neudorf sicher zu leben, so dürfte dies vorbei sein. Einbrüche in der Marktgemeinde sind keine Ausnahme mehr, auch in Neudorf gab es schon Diebstähle.

Die Frauengruppe um Vorsitzende Christine Post holte sich mit Kriminalhauptkommissar Dieter Melzner einen Fachmann, den der Neustädter Inspektionsleiter Werner Hanauer begleitete. Letzterer ging auf die aktuelle Statistik ein. Die Einbruchszahlen stiegen ständig. Die Aufklärungsquote liege bei 15 bis 20 Prozent und sei zu gering. Zu den tatsächlichen Einbrüchen kämen noch zahlreiche Versuche. Sie machten 40 Prozent aus.

Es gelte nicht mehr der Grundsatz, eingebrochen werde, wo etwas zu holen sei, sondern wo man am einfachsten eindringen könne, berichtete Melzner. Es sei auch nicht mehr so, dass Einbrecher nur nachts kämen. Sollte man bemerken, dass ein Einbrecher in der Wohnung sei, dann bitte nicht den Helden spielen, lautete der Appell an die knapp 60 Interessierten. Als kostenloses Mittel zum Verhindern von ungebetenen Besuchern bezeichnete der Kriminalbeamte die Nachbarschaftshilfe. Sollte man verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerken, dann schnell die 110 anrufen. Wichtig sei, die Schlösser der Zugangstüren an Wohnhäusern und Wohnungen grundsätzlich zweimal umzudrehen. Nur einschnappen lassen sei sinnlos. Fenster sollten bei Abwesenheit immer geschlossen sein.

Melzner stellte verschiedene technische Sicherungsmaßnahmen vor. Er steht für eine kostenlose Beratung vor Ort zur Verfügung. "2015 ist der Terminkalender allerdings schon voll", verriet der Fachmann.
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