Frecher Esel ärgert Bauern

"Ihr seid jetzt alle Buchautoren", beglückwünschte Landrat Andreas Meier die Schüler aus der zweiten Klasse der Eslarner Grundschule. Zusammen mit 290 Kameraden aus 14 Schulen beteiligten sie sich an der Aktion "Kinder schreiben Geschichten".

(bgm) Das Kreisjugendamt und der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald hatten die Kinder beim Vorlesewettbewerb gebeten, ihre Erlebnisse auf einem Bauernhof im Landkreis Neustadt aufzuschreiben. Herausgekommen ist ein über 100-seitiges Werk im DIN-A-4-Format. Darin kann man zum Beispiel vom frechen Esel lesen, der neben dem Bauern auch alle anderen Tiere des Hofes ärgert.

Zur offiziellen Vorstellung der Neuerscheinung bei der Hofkäserei Lang waren die Eslarner Grundschüler eingeladen. Bürgermeister Reiner Gäbl, selbst Hobby-Landwirt, war begeistert: "Ich hab' mich ganz toll gefreut, als ich gehört habe, dass die Eslarner Grundschule ausgewählt wurde", verriet er den Nachwuchs-Autoren.

Tolle Geschichten

Schulrätin Christine Söllner hob den pädagogischen Nutzen der Aktion hervor: "Wer sich im Schreiben und Lesen übt, der wird immer besser. Ihr habt wirklich tolle Geschichten geschrieben."

"Mit der Aktion will man daran erinnern, dass die Milch nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern von der Kuh", erläuterte Landrat Meier die Intention. "Wenn man Fleisch nutzt, dann sollte man vorher auch gut mit den Tieren umgehen." Das betonte auch Söllner: "Wie ich die Tiere behandle, das ist ganz wichtig. Und wenn ihr mal groß seid, dann bitte ich euch ganz inständig, dass ihr nur von Bauernhöfen kauft, auf denen es den Tieren gut geht." Die Grundschüler, die in Begleitung ihrer Lehrerin Barbara Wiesent und der stellvertretenden Schulleiterin Ramona Mensch gekommen waren, bedankten sich für die Einladung mit einem Lied.

Kuh muss erst kalben

Bei der Führung über den Hof der Familie Lang lernten die Kinder, dass Milch "ganz wichtig" für die Knochen ist und dass es die erst gibt, wenn das Euter dick wird. "Und das passiert, wenn die Kuh erstmals gekalbt hat", erklärte Renate Lang ihren jungen Besuchern im Stall.
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