Fred Carroll: "Das ist peinlich" - Blue Devils unterliegen Freiburg mit 2:4
Mit drei Mann mehr kein Tor

Weiden. (gb) 2:4 gegen Regensburg, 2:4 in Selb und 2:4 gegen Freiburg: Was haben diese drei Partien der Blue Devils außer dem Ergebnis gemeinsam? Alle drei Gegner sind Top-Teams der Oberliga Süd, die Weidener waren drei Mal drauf und dran, zumindest einen Punkt zu ergattern, und die Entscheidung fiel jeweils durch ein "empty-net-goal".

Am Freitagabend im Heimspiel gegen den EHC Freiburg war das Ende für die Blue Devils besonders bitter. Die Gäste führten mit 3:2, als zwei Minuten vor Schluss innerhalb von 13 Sekunden zwei Spieler auf die Strafbank mussten. Trainer Fred Carroll ging volles Risiko und nahm auch noch Goalie Daniel Huber vom Eis. Das bedeutete fast zwei Minuten sechs Weidener gegen drei Freiburger, doch den Gastgebern gelang nichts. Schließlich verlor Konstantin Firsanov an der blauen Linie die Scheibe und Tobias Kunz traf 38 Sekunden vor der Schlusssirene zum 4:2 ins leere Weidener Gehäuse. "Bei sechs gegen drei nur ein Schuss aufs Tor, das ist peinlich. Diese sechs Spieler müssen sich schämen", sagte Carroll, der in der Pressekonferenz richtig sauer war.

Der Devils-Coach wollte auch das erneute Fehlen von vier Stammkräften nicht als Entschuldigung gelten lassen. Von der Mannschaft müsse mehr kommen, so die Forderung von Carroll. Marcel Waldowsky meinte: "Ich denke, wir haben in den letzten Partien gegen die Top-Mannschaften Selb, Bad Tölz und Freiburg gutes Eishockey gespielt, aber die nötigen Tore nicht geschossen. Auch ich hatte in diesen Spielen Riesenchancen und habe kein Tor gemacht", übte "Waldi" Selbstkritik.

"Es war ein schweres Spiel, eng bis zum Schluss. Ich bin mit den drei Punkten zufrieden", sagte der Freiburger Trainer Leos Sulak nach dem 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)-Sieg an seiner früheren Wirkungsstätte. Mit der Leistung seiner Mannschaft konnte er aber nicht über die gesamten 60 Minuten zufrieden sein. "Nach dem 2:0 haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Da müssen wir cleverer spielen", sprach Sulak die Phase an, als die Blue Devils Ende des zweiten Drittels durch Konstantin Firsanov (34./Überzahl) und Vladimir Nikiforov (39.) zum Ausgleich kamen und drauf und dran waren, die Partie komplett zu drehen.

Ales Jirik (40.) und Marcel Wal-dowsky (45./Lattenschuss) hatten sogar die Führung auf dem Schläger. Die gelang auf der Gegenseite Nikolas Linsenmaier (49.), als eine Strafe gegen Weiden angezeigt war. Die Blue Devils bemühten sich um den erneuten Ausgleich - ohne Erfolg.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.