Fred Carroll übt harte Kritik

Mit einer Rumpftruppe gab es für die Blue Devils das zweite Null-Punkte-Wochenende in dieser Saison. Nach dem 2:4 in Selb unterlagen die Weidener am Sonntag dem EC Bad Tölz mit 2:5. Trainer Fred Carroll wollte die vielen Ausfälle aber nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Weiden. (gb) Ohne Kontingentspieler mussten die Blue Devils das Match gegen die Tölzer Löwen bestreiten. Neben dem US-Amerikaner Vladimir Nikiforov musste am Sonntag auch der Kanadier Craig Voakes erkrankt passen. Zudem fehlten die verletzten Marco Pronath und Dominik Schopper. In der zweiten Drittelpause war Coach Fred Carroll dann schon fast der Verzweiflung nahe, als es auch noch Ralf Herbst erwischt hatte. Der Verteidiger wurde wegen einer Knieverletzung ins Klinikum gebracht.

"Unterirdische Leistung"

"Die Verletzten oder Kranken sind aber keine Entschuldigung. Die anderen hatten die Chance, sich zu beweisen, doch sie haben an allen Ecken und Enden versagt. Unsere Leistung war heute unterirdisch", sagte Trainer Fred Carroll nach der 2:5 (0:3, 2:1, 0:1)-Niederlage gegen den EC Bad Tölz. Kapitän Florian Zellner übte bei der Pressekonferenz stellvertretend für seine Teamkollegen Selbstkritik: "Heute hat gar nichts funktioniert. Wir haben uns nicht an den Matchplan des Trainers gehalten und sind an unserer eigenen Dummheit gescheitert."

Der Weidener Trainer musste nach dem zusätzlichen Ausfall von Craig Voakes seine Sturmreihen umkrempeln. Konstantin Firsanov rückte in die erste Reihe zu Ales Jirik und Marcel Waldowsky. Verteidiger Marius Pöpel wechselte in den zweiten Sturm an die Seite von Florian Zellner und Veit Holzmann, der trotz seiner in Selb erlittenen Kieferverletzung einsatzfähig war. Den dritten Block bildeten Patrick Schadt, Michael Kirchberger und Oleg Seibel.

Das Weidener Rumpfteam spielte durchaus gut mit und hatte nicht weniger gute Möglichkeiten als die Gäste. "Es war sicher kein super Spiel", sagte der Tölzer Trainer Florian Funk, für den das erste Drittel entscheidend war. "Wir haben zwar nicht das Spiel gemacht, aber drei Tore geschossen." Und die kamen aus Weidener Sicht sehr dumm zustande, wobei Goalie Daniel Huber bei zwei Treffern nicht den glücklichsten Eindruck machte. Torschützen für die Löwen waren zwei Mal Florian Strobl (8. und 11. Minute) sowie Tom-Patric Kimmel (18./Überzahl).

Engmann löst Huber ab

Zum zweiten Drittel kam Oliver Engmann für Daniel Huber. Die Blue Devils gaben trotz des klaren Rückstands nicht auf. Als Patrick Schadt (35.) nach einem schönen Pass von Lukas Salinger auf 1:3 verkürzte, keimte Hoffnung bei den knapp 1400 Zuschauern auf. Doch wenig später verteilten die Weidener in Überzahl ein weiteres Geschenk und Christoph Kabitzky markierte das 4:1 (36.). Veit Holzmann sorgte mit dem 2:4 für neuerliche Hoffnung (38.).

Wie bereits erwähnt, fehlte dann im Schlussdrittel auch noch Verteidiger Ralf Herbst. Konstantin Firsanov hätte die Partie noch einmal spannend machen können, als er alleine auf Gästekeeper Marco Wölfl zulief, aber vergab. Wenig später ließen die Blue Devils eine Überzahlgelegenheit ungenutzt verstreichen. Als die Tölzer gerade wieder komplett waren, machte Tom-Patric Kimmel mit dem 5:2 alles klar (46.).
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