Fredy Granzers "Solo für Zwölf" in der Asphaltkapelle
Exklusiver geht es nicht

Sein Urteil lautete "phänomenal": Fredy Granzer aus Regensburg war begeistert von der Akustik in der Asphaltkapelle Etsdorf. Zwölf Zuhörer erlebten dort gestern Vormittag in "ausverkauftem Haus" wieder ein außergewöhnliches Konzert. Diesmal mit Akkordeon, aber trotzdem ganz "Unbayerisch". Bild: lev
"Solo für Zwölf" heißt die Konzertreihe in der Etsdorfer Asphaltkapelle. Dort spielten auch schon zwölf Musiker für zwei Zuhörer. Gestern war's aber so, wie's eigentlich gemeint ist - ein Musiker-Solo für zwölf Zuhörer.

"Es ist immer wieder ganz spannend, wenn unterschiedliche, erstklassige Musiker da drin spielen", so beschreibt Konzert-Veranstalter Wilhelm Koch, Künstler und Grafiker, diese einzigartige Konzertreihe. Gestern Vormittag präsentierte sich dort Fredy Granzer aus Regensburg mit seinem Akkordeon ganz "Unbayerisch". Es ist die zweite Konzertreihe in der Asphaltkapelle - nach der Premiere im vergangenen Jahr. Die Idee dazu entstand beim Kapellenfest, zu dem immer wieder unterschiedliche Topmusiker eingeladen werden. "Wir hatten auch mal zwölf Blasmusiker und zwei Zuhörer", erzählte Wilhelm Koch. Auf die Zahl kommt es an: Denn in die kleine Kapelle passen nicht mehr Zuhörer.

"Akkordeon assoziieren die Leute gleich mit Bayern, ich möchte heute aber Musik aus verschiedenen Teilen der Welt spielen", hatte Fredy Granzer angekündigt: Sein Programm "Unbayerisch" reichte vom argentinischen Tango über Jazz bis zur Balkanmusik. Granzer improvisiert auch gern: "Ich spiele einfach alles, was auf Akkordeon gut klingt."

Für ihn hatte dieser Auftritt einen ganz besonderen Reiz: "Es ist eine außergewöhnliche Lokalität, die akustisch phänomenal ist." Die Chance, in einer solch intimen Atmosphäre vor "ausverkauften Haus" zu spielen, wollte er sich nicht entgehen lassen.
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