Freie Wähler informieren sich über Kompostanlage im Landkreis Cham - Machbarkeits-Konzept für ...
Strom und Wärme aus Biomüll

Neustadt/WN. Seit diesem Jahr ist auch der Landkreis Neustadt verpflichtet, die Bioabfälle getrennt vom Hausmüll einzusammeln. Um die Kosten für Bürger weiterhin günstig zu halten, haben die Freien Wähler einen Antrag im Kreisausschuss eingebracht, nicht nur den Biomüll einzusammeln, sondern auch einer technisch sinnvollen Nutzung zuzuführen, um dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zu entsprechen.

11 000 Tonnen Bioabfälle

Ein Beispiel, wie dies seit Jahren bereits energetisch umgesetzt wird, ist die Kompostanlage in Moosdorf bei Waldmünchen. Der Landkreis Cham liefert dort seinen gesamten Biomüll (11 000 Tonnen im Jahr) in einer sogenannten Trockenvergärungsanlage an. Besitzer Christian Schiedermeier erklärte den FW-Kreisräten Manfred Plößner, Albert Gollwitzer, Karl Meier und Karl Lorenz den Verwertungsprozess.

Wärme fürs ganze Dorf

Nach der Anlieferung kommen die Biomüllreste zur Vergärung in sieben Fermenter. Jeder ist 30 Mal 7 Mal 4 Meter groß.

Das entstehende Gas wird in einem riesigen Kunststoffbehälter gesammelt und treibt dann mehrere Biogasmotoren an, die gekoppelt mit einem Generator Strom und Wärme erzeugen. Der Strom dient zum Eigenbedarf oder wird ins Netz eingespeist. Die entstehende Wärme versorgt das komplette Dorf mit Heizenergie. Die vergorenen Abfälle werden der Kompostierung zugeführt. Nach mehrmaligem maschinellem Umschichten und einer Reinigung von Reststoffen entsteht Kompost für unterschiedliche Verwendungsarten im gewerblichen oder privaten Bereich.

"Wichtiges Projekt"

Die Freien Wähler hoffen darauf, dass sich auch der Landkreis Tirschenreuth und die Stadt Weiden an einem Machbarkeits-Konzept an diesem "für unsere Region wichtigen Projekt" beteiligen.
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