Freudenberg bekommt Zugang zu schnellem Internet
Mit Vollgas auf der Datenautobahn

Den für die DSL-Versorgung aufgestellten Masten mit Richtfunkverbindung und Multifunktionsgehäuse präsentierten Markus Jobst (links) und Freudenbergs Bürgermeister Alwin Märkl. Bild: sche
(sche) Freudenberg bekommt den lang erwarteteten Zugang zum schnellen Internet. In Lintach, Aschach, Paulsdorf und Hiltersdorf erfolgt der Ausbau für das Breitbandnetz durch die Firma Jobst DSL im Zuge der Markterkundung und des eigenwirtschaftlichen Ausbaus.

Für die Baumaßnahmen gab der Gemeinderat grünes Licht, allerdings mit der Einschränkung, dass die direkten Anlieger der vorgesehenen Standorte informiert werden. Für die Umsetzung sind Tiefbauarbeiten in unmittelbarer Nähe der Kabelverzweiger der Telekom notwendig. Zudem wird neben dem Outdoorgehäuse von Jobst DSL ein bis zu maximal zehn Meter hoher Laternenmast aufgestellt, um die Funkübertragung herzustellen. Dadurch würden die langen Kabelwege von der Vermittlungsstelle der Telekom zum Endkunden verkürzt: Die vorhandenen Kabelverzweiger bringen direkt durch einen eigenen, mit Richtfunktechnik ausgestatteten Masten die hohen Bandbreiten in die Orte.

Die Bandbreite werde in Outdoor-DSLAM-Endgeräte eingespeist und von dort den Kabelverzweigern der Telekom übergeben, wo sie über Kupferleitungen in die Haushalte komme. Mit der Vectoring-Technik würden weitere Störsignale auf den Kupferleitungen entfernt. Dadurch können im Idealfall bis zu 100 Mbit/s übertragen werden.

Befürchtungen über zu hohe Abstrahl-Leistungen der elektromagnetischen Wellen beim Richtfunk entkräftigte die Firma Jobst. Diese Strahlen lägen bei maximal 100 mW, wohingegen Mikrowellen (im Innern) bis zu 2000 Watt, Handys bis 2 Watt und schnurlose Telefon maximal 250 mW hätten.
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