Freudenberg feiert Patrozinium des Hl. Johannes des Täufers - Für Schulkinder ein Wandertag
Er trägt die Botschaft in seinem Namen

Mit einem Festgottesdienst feierte die Pfarrei Wutschdorf am Namenstag des Hl. Johannes des Täufers ihr Patroziniumsfest hoch auf dem Johannisberg. Viele Gläubige und die Kinder sowie Lehrkräfte der örtlichen Grund- und Mittelschule, die auf diesen Tag ihren Wandertag gelegt hatten, versammelten sich vor dem Freialtar.

Ortspfarrer Norbert Götz sagte zur Begrüßung an dem sprichwörtlichen Freudenberger Nationalfeiertag zu den Gottesdienstbesuchern: "Zacharias freute sich, als der Engel Gabriel die Geburt des heiligen Johannes ankündigte. Auch wir dürfen uns freuen, dass Hauptzelebrant und Festprediger Kaplan Franz Xaver Becher aus Sulzbach, Pfarrer Robert Kratzer aus Lintach und Ruhestandspriester Hans Hammer mit uns zusammen die Eucharistie feiern."

Wir sollen Gutes tun

In seiner Predigt stellte Kaplan Becher den Propheten Jeremia und Johannes den Täufer in den Mittelpunkt. "Gott ruft uns auch heute zu kleinen und großen Aufgaben und Diensten. Wir könnten wie Jeremia sagen: Ich bin zu jung. Aber das lässt Gott nicht gelten, er hilft Jeremia. Der Prophet soll das Böse ausreißen, er soll alles vernichten, was die Menschen von Gott trennt - und er soll das Gute aufbauen, soll Frieden und Gerechtigkeit einpflanzen. Auch uns ruft Gott, dass wir Gutes tun, für Gerechtigkeit sorgen und Frieden stiften. Das ist unsere Berufung", betonte der Prediger.

So wie Gott Jeremia für diese Aufgabe ausgewählt habe, so machte er es mit Johannes den Täufer. Dieser Name bedeute nämlich: Gott ist gnädig, Gott ist gut. So trage Johannes seine wichtige Botschaft im Namen. "Gott ist freundlich und gut zu uns", fuhr der Kaplan fort. Daran habe der große Prophet die Leute immer wieder erinnert. "Auch wir sind wie Jeremia und Johannes berufen, diese gute Nachricht weiterzusagen und wie Gott zu allen Menschen gut zu sein. Machen wir das nach", lautete die zentrale Aussage der Predigt.

Erfrischend und wohltuend war der Gesang der Gottesdienstbesucher, der von der Musikgruppe und vom Kinderchor Do-Re-Mi unter der Leitung von Chorleiterin Angelika Hirn unterstützt wurde. Ortspfarrer Norbert Götz dankte am Schluss des Gottesdienstes Kaplan Becher für die Predigt und lud die Besucher zum Bleiben ein. Schließlich gebe es nachher keinen wilden Honig und Heuschrecken wie bei Johannes dem Täufer, sondern heimisches Bier, Bratwürste und Kuchen. Dieser Bitte kamen die Bergfestbesucher trotz des kühlen Wetters gerne nach.

Weltliche Genüsse

Am Nachmittag versammelten sich noch einmal zahlreiche Gläubige in der Johannisbergkirche zu einer kurzen Andacht. Nachdem sich so langsam nachmittags die warme Sonne durch die Wolken gekämpft hatte, kamen immer wieder Besucher den Berg herauf. So genossen sie noch lange ihren Nationalfeiertag, bis sich die "Wallfahrer" auf den Weg ins Tal machten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.