Freunde des Obst- und Gartenbauvereins tauchen ein in Geschichte und Landschaft Griechenlands
Wiege der europäischen Kultur

Sehr beeindruckt waren die Gartenfreunde von dem antiken Theater von Epidaurus mit seiner einzigartigen Akustik. Bild: jzk
Kemnath. (jzk) Treffender hätte die Bezeichnung "Landschafts- und Kulturreise" nicht sein können. Doch die von den Verantwortlichen des Obst- und Gartenbauvereins eingeplanten acht Tage in Griechenland waren eigentlich viel zu wenig.

Abwechslungsreiche Landschaften mit ausgedehnten Ölbergplantagen, sonnenreiches Klima, üppige Flora und die Mythen der griechischen Antike begeisterten die 33 Gartenfreunde. Am Tag nach dem sie in ihrem Hotel, das direkt an der Küste des Ägäischen Meeres lag, Quartier bezogen hatten, überquerten sie mit Reiseführerin Sofia den eindrucksvollen Kanal von Korinth, der den Peloponnes vom Festland trennt.

In der früher sehr bedeutenden Kultstätte Epidaurus erfuhren sie viel über das Leben in einer griechischen Stadt im vierten Jahrhundert vor Christus. Das fast vollständig erhaltene Theater verfügt über eine unvergleichliche Akustik. Nach dem Besuch einer Olivenplantage ging es nach Nafplio (Nauplia), der ersten Hauptstadt nach der Befreiung von der osmanischen Herrschaft. Beim Eingang zur Burg von Mykene bestaunten alle das mächtige Löwentor und die Gräber, die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann entdeckt hat, und das Kuppelgrab.

Olympia und Delphi

Am dritten Tag fuhr der Reisebus vorbei an Sparta zur mittelalterlichen Ruinenstadt Mistras. Dort vermittelten die alten Klöster und Paläste sowie byzantinischen Fresken einen Eindruck von ihrer einstigen Pracht. Von der Qualität griechischer Weine überzeugten sich die Reisenden bei einer Kostprobe in der Weinkellerei Estate Theodorakakos. Pflicht war ein Abstecher nach Olympia, wo 776 vor Christus die ersten Olympischen Spiele abgehalten wurden. Aufschlussreich war die Wanderung durch die archäologische Grabungsstätte. Im Zentrum des Heiligen Hains ragte der Tempel des Zeus heraus, dessen Statue zu den sieben Weltwundern der Antike zählte. In er Hafenstadt Patras setzten die Oberpfälzer mit einer Fähre zum Städtchen Nafpaktos über.

Delphi war am fünften Tag das Ziel. Dort befand sich mit dem Nabelstein "Omphalos" die bedeutendste Orakelstätte der Antike. In Osios Loukas, einem Kloster im byzantinischen Stil, gab es reich geschmücktes Mauerwerk und farbige Mosaike auf goldenem Grund aus dem 11. Jahrhundert zu bestaunen.

Die Meteoraklöster aus dem 14. Jahrhundert und eine Ikonenwerkstatt waren weitere Stationen. Einen kurzen Halt legte die Gruppe bei den Thermophylen ein. Dort hatte der Spartaner Leonidas mit 300 Kriegern dem Angriff des übermächtigen Perserkönigs Xerxes standgehalten.

Krönender Abschluss der Reise, die das Kemnather Reisecenter organisiert und die Mariele Schönberger geleitet hat, war Athen mit der mächtigen Akropolis, den Propyläen und den Ruinen des Parthenon-Tempels. Am Nachmittag war Zeit für einen Einkaufsbummel im der Altstadt. Am achten Tag hieß es Abschied nehmen von einem bezaubernden Land mit seinen gastfreundlichen Bewohnern. Von der tiefen Krise, in der Griechenland derzeit steckt, war kaum etwas zu bemerken.
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