Freunde in Frieden und Freiheit

Beim Festakt erhielten Inge Sippl (links) und Bürgermeister Norbert Eckl ein Geschenk als Dank für die gelebte Partnerschaft. In der ersten Reihe nahmen auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl mit Gattin und die Vertreter aus Reichelsheim (rechts) Platz, sowie dahinter die Delegation aus Teunz. Bild: Portner

Die Teunzer Partnergemeinde Nagymányok (Ungarn) feierte am Wochenende gleich drei Festlichkeiten und freute sich dazu über den Besuch der Freunde aus Bayern. Bürgermeister Norbert Eckl gratulierte zur 1000-Jahr-Feier, während die Blaskapelle als klingender Botschafter im Einsatz war.

Der Stephanstag ist der wichtigste Nationalfeiertag und markiert die Gründung des Königreichs Ungarn am 20. August 1000. Auch inNagymányok (deutsch: Großmanok) fand am Donnerstag ein feierlicher ökumenischer Gottesdienst statt.

Schon am Vorabend traf die Delegation aus Teunz in der Region Tolna im Süden Ungarns ein. Bürgermeister Norbert Eckl, seine zwei Stellvertreter Robert Hechtl und Adolf Hammer, einige Gemeinderäte, der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl sowie die Blaskapelle und weitere Gäste freuten sich über den herzlichen Empfang durch Bürgermeister Karl Béla. Am Kulturhaus hatten sich auch die Gastfamilien eingefunden und so war die Wiedersehensfreude groß. Die Partnerschaft besteht seit 25 Jahren, wozu am 26. September ein Festakt in Teunz stattfinden wird. Zum Fest-Marathon in Großmanok waren auch die Partnergemeinden aus Reichelsheim (Odenwald), Zetelaka (Rumänien) und Jablonka (Polen) angereist.

Grenzen überwinden

Den Nationalfeiertag umrahmten die Blaskapelle Teunz unter der Leitung von Alfred Sippl junior, ein polnisches Streichquartett und die Blaskapelle Großmanok musikalisch. Die Festrede hielt Staatssekretär Potápi. Gleichzeitig wurde am Wochenende auch das Jubiläum "1000 Jahre Nagymányok" gefeiert und so erinnerte Bürgermeister Karl Béla an das Jahr 1015, als sich die ersten Siedler niederließen. Die Vertreter der Partnergemeinden sprachen ihre Glückwünsche aus und überreichten jeweils eine Tafel, welche im Park vor dem Kulturhaus an das Jubiläum erinnert.

Bürgermeister Norbert Eckl zeigte sich stolz darauf, dieses Fest in Frieden und Freiheit mit guten Freunden feiern zu können und betonte: "Mit unserer Anwesenheit wollen wir auch unterstreichen, wie wichtig uns diese Partnerschaft ist." Die Stadt Großmanok könne stolz auf das 1000-jährige Bestehen und auf all das Erreichte sein. Am Abend zogen die Gäste - teils mit ihren Musikinstrumenten - durch die Kellergasse, wo die Stimmung bei guten Weinen und Zwiebelkuchen schnell stieg. Hier traf dann auch eine Gruppe der Feuerwehr Zeinried ein, welche einen Tag später mit dem alten Einsatzfahrzeug nach Ungarn aufgebrochen war. Die Übergabe des Mercedes Benz an die Großmanoker Wehr fand am Freitagvormittag statt und war eingebettet in die Segnung des neuen Feuerwehr-Gerätehauses (Bericht folgt).

Am Nachmittag stand die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Jablonka und Nagymányok auf dem Programm. Dazu gratulierte auch der Teunzer Bürgermeister. Kommunale Partnerschaften seien mehr denn je ein unverzichtbares Instrument der weltweiten Zusammenarbeit. "Seien wir stolz darauf, dass wir miteinander ein kleines Stück Europa gestalten und Grenzen überwinden", bekräftigte Norbert Eckl. Sein Wunsch: "Freunde fürs Leben bleiben." Arnold Kimmerl dankte als stellvertretender Landrat des Landkreises Schwandorf für die Einladung und beglückwünschte die Stadt Großmanok zu ihren Partnerschaften: "Damit setzen sie ein Zeichen zur Überwindung von Vorurteilen und bringen die Menschen auf beiden Seiten einander näher!" Am Abend gab es im Tanzhaus polnische, deutsche und ungarische Melodien zu hören, wobei auch eine kleine Teunzer Formation unter der Leitung von Uwe Jäger aufhorchen ließ.

Ein Ehrenpreis

Das Kulturprogramm "1000 Jahre Nagymányok" startete am Samstagnachmittag. Den Auftakt bildete ein Konzert der Blaskapelle Teunz, es folgten die Reden der Ehrengäste sowie Aufführungen von Tanzgruppen. Die Bürgermeister der Partnergemeinden erhielten jeweils einen Geschenkkorb überreicht. Die Großmanoker Deutsche Nationalitäten-Selbstverwaltung zeichnete Inge Sippl mit dem Ehrenpreis aus und dankte in der Urkunde für die Pflege der deutschen Muttersprache, die Pflege der Partnerbeziehungen sowie für die Pflege der Freundschaften zwischen Familien und Organisationen. Die Vorsitzende der Blaskapelle hatte einen großen Anteil am guten Gelingen des offiziellen Partnerschaftsbesuches.
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