Freundlich aufgenommen in der Oberpfalz

Als im August 1943 die ersten Phosphorbomben auf Nürnberg fielen, verloren Franz Kamm, der heute in Hahnbach lebt, und seine Mutter Anna ihr Zuhause. Im Stadtteil Wöhrd gab es einen Bunker, in dem die beiden zusammen mit den Großeltern ein Jahr lang lebten.

Der Bauer Lehner aus Pavelsbach, ein alter Bekannter, sah die Notlage der Familie und schlug ihr vor, auf seinen Hof zu kommen. Der kleine Franz, seine Mutter und die Großeltern riskierten daraufhin die gefährliche Fahrt mit dem Zug von Nürnberg nach Postbauer-Heng; im Gepäck Hausrat und Fahrräder, die Hühner und den Hund.

Flüchtlinge waren auch sie, damals im Jahr 1943, behandelt wurden sie wie Freunde. Anna Kamm verdiente sich als Näherin ihren Lebensunterhalt und half bei der Erntearbeit, Franz fand Freunde in den Kindern des Bauers. Es entstanden Beziehungen, die jahrzehntelang aufrecht erhalten werden konnten, auch als die Kamms längst wieder zurück in Nürnberg waren.
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