Freundschaft weiter vertieft

Zum Programm der Jubiläumsfeierlichkeiten in Tepla zählte auch ein "Alte-Herren"-Fußballspiel. Die Konnersreuther (weiß-blaue Trikots) setzten sich mit 5:2 gegen das tschechische Team durch. Bild: hfz

Mit einem bunten Programm feierte die Konnersreuther Partnerkommune Tepla ihr 630-jähriges Stadtjubiläum. Auch eine 60-köpfige Delegation aus der Marktgemeinde war dazu nach Tschechien gereist. Großen Anklang fand unter anderem ein Fußballspiel "Alter Herren" aus beiden Orten.

Den Auftakt des Festprogramms, bei dem auch das 145-jährige Bestehen der Feuerwehr Tepla gewürdigt wurde, bildete eine große Parade durch die Stadt. Daran beteiligten sich auch Abordnungen des Schützenvereins und der Feuerwehr Konnersreuth. Letztere hatte eine Handdruckpumpe aus dem Jahr 1893 dabei, gezogen von einem historischen Dieselross aus den Reihen des Konnersreuther Bulldog-Stammtisches.

Bürgermeister Max Bindl, Stellvertreter Reinhard Wurm und Marktrat Uwe Rosner marschierten zusammen mit Teplas Bürgermeister Karel Hermann und Michael Merle, Bürgermeister der Stadt Butzbach (Hessen). Dort waren nach dem Krieg viele aus Tepla vertriebene Bürger untergekommen. Bei der offiziellen Begrüßung auf dem Vorplatz des Rathauses zeigte sich Bürgermeister Karel Hermann erfreut über die vielen Gäste aus Konnersreuth und erinnerte an die Besiegelung der Partnerschaft durch die früheren Bürgermeister Michael Hamann und Pavel Charvat vor neun Jahren. Hermann betonte, dass diese von Herzlichkeit getragene Freundschaft bei verschiedensten Anlässe immer wieder erneuert werde.

Kaninchen im Park

Im Anschluss startete der Festbetrieb rund um das Rathaus. An verschiedenen Ständen gab es kulinarische Köstlichkeiten, für Unterhaltung sorgten Auftritte von Musik- und Folkloregruppen. Der Kaninchenzuchtverein B 826 Konnersreuth stellte in mitgebrachten Käfigen einige Kaninchen in einem nahe gelegenen Park aus, was auf sehr großes Interesse stieß.

Einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit ermöglichte die Feuerwehr Tepla. Sie demonstrierte bei einer Vorführung die Brandbekämpfung im 19. Jahrhundert. Dabei kam eine neu restaurierte Handdruckpumpe aus dem Jahr 1876 zum Einsatz. Hier zeigte sich, wie mühsam früher das Vorgehen gegen Brände war. Mit kräftigem Beifall wurden die Brandschützer für ihren Einsatz belohnt. Am Nachmittag wurde ein Apfelbaum gepflanzt, den die Delegation aus Butzbach als Symbol der Freundschaft mitgebracht hatte. Gemeinsam zum Spaten griffen Bürgermeister Karel Hermann, Martin Klepal, Bürgermeister Michael Merle und einige Stadträte aus Butzbach sowie Bürgermeister Max Bindl, Reinhard Wurm und Uwe Rosner.

Altbürgermeister Michael Hamann und sein früherer Amtskollege Pavel Charvat freuten sich sichtlich über das Wiedersehen. Beide schwelgten in Erinnerungen und zeigten sich glücklich, dass die Partnerschaft von beiden Seiten aktiv gepflegt werde.

Sieg für Konnersreuther

Zu den Höhepunkten im Programm zählte ein Fußballfreundschaftsspiel zwischen "Alten Herren" des TSV Konnersreuth und aus Tepla. Rund 200 Zuschauer verfolgten dieses temporeiche "internationale" Freundschaftsspiel, das vom früheren Fifa-Schiedsrichter Dr. Vaclav Krondl aus Tschechien geleitet wurde. Aufgrund des relativ hohen Altersdurchschnitts und der hochsommerlichen Temperaturen verständigte man sich auf eine Spielzeitverkürzung, was sich aber nicht negativ auf die Qualität des Spiels auswirkte. Letztendlich holten die Konnersreuther einen nicht unverdienten 5:2-Sieg.

Die Heimmannschaft aus Tepla nahm die Niederlage sportlich. Augenzwinkernd hieß es, dass sich das Ergebnis nicht auf die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Orte auswirken werde. Anschließend feierten die beiden Mannschaften in geselliger Runde das freundschaftliche Miteinander. Mit vielen positiven Eindrücken nahm die Abordnung aus Konnersreuth am Abend wieder Abschied.

Zum Abschluss des Stadtjubiläums fand am nächsten Tag erstmals eine gemeinsame Messe in der Pfarrkirche in Tepla statt. Diese zelebrierte Pater Thomas Mühlberger aus Fockenfeld stellvertretend für die Pfarrgemeinde Konnersreuth mit Abt Filip Zdenek von Lobkowicz und Pater Benedikt aus Tepla. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Karel Hermann bei Bürgermeister Max Bindl für die gute Zusammenarbeit und das freundschaftliche Miteinander beider Ortschaften und hoffte auf ein baldiges Wiedersehen.
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