Frieden beginnt im eigenen Umfeld - Hüttener begehen Volkstrauertag
Jeden Tag Toleranz üben

Bürgermeister Edgar Knobloch erinnerte daran, dass die lange Friedensphase in Europa nicht von ungefähr komme. Aussöhnung und Toleranz seien die eigentliche Stärke des europäischen Gedankens.
"Es ist die Pflicht und Verantwortung jedes Einzelnen, der Gewaltherrschaft in unserer Gesellschaft keinen Platz einzuräumen." Ausdrücklich forderte Bürgermeister Edgar Knobloch in seiner Ansprache zum Volkstrauertag in Hütten, sich täglich für Toleranz einzusetzen.

In einem Trauerzug zogen die Fahnenabordnungen der Wanderfalken, der KAB, der Feuerwehr und des Sportvereins Concordia, Bevölkerung und Ehrengäste zum Ehrenmal beim Friedhof. Stadtpfarrer Bernhard Müller betete dafür, den Gefallenen der großen und kleinen Kriege zu gedenken. Er erinnerte auch, daran, sich jeden Tag im eigenen Umfeld für den Frieden einzusetzen.

"Wer die Vergangenheit vergisst, läuft Gefahr, sie zu wiederholen", warnte Bürgermeister Edgar Knobloch. "Es reicht nicht, dass das Menschenrecht auf Humanität und Unversehrtheit in völkerrechtlichen Dokumenten niedergeschrieben ist. Diese Rechte müssen auch in Wirklichkeit gelebt werden. Den Jüngeren unter uns fehlt die Vorstellung, wie grausam ein Krieg sein kann. Auch wenn uns in unserem Land eine lange Friedensphase beschert wurde, so hat der Volkstrauertag unverändert seine Daseinsberechtigung."

Mit Blick auf die Europäische Union verdeutlichte er: "Wir leben heute inmitten Europas, umgeben von einstigen Feinden, die unsere Nachbarn und auch unsere Freunde geworden sind. Das ist die eigentliche Stärke des europäischen Gedankens. Deshalb ist die EU mehr als ein Wirtschaftspakt und hat zu Recht den Friedensnobelpreis erhalten."

Knobloch mahnte, es sei die Pflicht und Verantwortung jedes Einzelnen, dafür zu sorgen, dass auch weiterhin einer Gewaltherrschaft kein Platz in unserer Gesellschaft eingeräumt wird. Dazu gehöre es auch, den Kindern die demokratischen Grundrechte vorzuleben und Zivilcourage zu zeigen. "Frieden und Freiheit sind die höchsten Güter. Sich für diese Ziele einzusetzen, ist das höchste Gebot, hier und überall auf der Welt", verdeutlichte er.

Gemeinsam mit Holger Cibis, dem Vorsitzenden der Feuerwehr, legte Knobloch die Kränze der Stadt Grafenwöhr und der Ortsvereine am Ehrenmal nieder.

Für die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier sorgte die Stadtkapelle Grafenwöhr. Zum Abschluss bedankte sich Feuerwehrvorsitzender Holger Cibis bei allen Teilnehmern, die das Gedenken hochhalten und lud alle zum Frühschoppen ein.
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