Friedrichsburg in der Hauptrolle

Einen Nachteil gegenüber anderen Theatern sieht LTO-Chef Frank Kasch darin, dass sein Ensemble zwar über einige Spielstätten, aber kein festes Haus verfügt. Er hätte etwas im Auge: "Die Friedrichsburg könnte ein tolles Kulturzentrum werden." Eigentümer ist der Freistaat über die "Immobilien Bayern". "Die würden sich beteiligen, wenn eine Behörde einziehen würde."

Das öffnet Raum für Spekulationen. Der Name Vohenstrauß fällt öfter, wenn München und Nordbayern über Markus Söders Konzept zur Behördenverlagerung raunen. Sollte dies so kommen, würde die Stadt sich beteiligen, sagt Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Er könnte sich vorstellen, die Burg für eine neue Heizung ans Fernwärmenetz anzuschließen. Das würde dem LTO die Möglichkeit eröffnen, dort sein Domizil zu eröffnen. Kasch und Wutzlhofer verhandeln auch darüber, dass das LTO für diesen Fall die permanente Bestuhlung zur Verfügung stellen könnte. Damit könnten statt 120 etwa 160 Theaterbesucher in den Saal passen. Das würde aber einige Umbauten erfordern. Unter anderem müsste die Bühne gedreht werden. Wutzlhofer: "Das würde zirka 18 000 Euro kosten. Das LTO hätte natürlich gern, dass wir den Löwenanteil übernehmen, aber ich weiß nicht, ob der Stadtrat da mitgeht."

Wenn es nicht klappt, will Kasch nicht aufgeben. Nicht so groß wie die Max-Reger-Halle, aber am liebsten in Weiden oder dem nahen Umland sollte die künftige LTO-Heimat liegen. Sie sollte zwischen 200 und 300 Plätze bieten.

Kasch schwärmt vom Weidener Ring-Kino. "Darüber hat noch niemand gesprochen. Aber es liegt mitten in der Stadt, hat eine Bushaltestelle vor der Haustür, ein Foyer und Büroräume - einfach super." (phs)
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