Frisches Wasser aus der Tiefe

Zwei Jahre dauerte die Sanierung des Tiefbrunnens. Jetzt sprudelt das Wasser aus 160 Metern Tiefe wieder in die Leitung.

Das Ergebnis der Wasseruntersuchung ist in Ordnung, der Tiefbrunnen, der seit 2013 außer Betrieb war, wieder am Netz. Damals war Filterkies durch korrodierte Rohre eingedrungen und hatte den Brunnen lahmgelegt.

Zahlreiche nicht zu erwartende Probleme, darunter die Erneuerung der kompletten Verrohrung, zögerten die Fertigstellung der Generalsanierung immer weiter hinaus. Im Winter mussten die Arbeiten unterbrochen werden. Nachdem die Rohre da waren, gingen die Arbeiten dann zügig voran. Bislang kostete die Maßnahme knapp 600 000 Euro. Die Schlussrechnung liegt noch nicht vor. Die zunächst geschätzten Kosten lagen bei knapp 400 000 Euro.

Der Tiefbrunnen wurde 1963 noch vom damaligen Landkreis Neustadt gebohrt. Später ging er in den Besitz des Zweckverband Steinwaldgruppe über. Bislang flossen 15 bis 16 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Brunnen. Die Jahresfördermenge lag bei 250 000 Kubikmeter.

Nach den geopysikalischen Untersuchungen und einem Pumpversuch rechnet die Steinwaldgruppe mit 12 bis 14 Litern pro Sekunde. Dieser Rückgang ist auch damit begründet, dass der Tiefbrunnen bis zu einer Tiefe von 30 Meter mit einem Sperrrohr ausgestattet ist. So wird eine mögliche Verschmutzung mit Wasser aus oberen Schichten vermieden. Nachdem die Anlage fast 2 Jahre außer Betrieb war, wird zumindest in diesem Jahr nur eingeschränkt gefördert.
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