Frühlingsflohmarkt: Über 6000 Artikel rund ums Kind finden neue Besitzer
Ein Herz für Eltern

An bereits gut eingearbeitete Mitarbeiter (grünes T-Shirt) gab die bisherige Führungsmannschaft die Verantwortung ab. Unser Bild zeigt (vorne, von links) Birgit Gröger, Christina Braun, Martina Hefner und Franziska Dötsch, (zweite Reihe, von links) Tobias Hefner, Silvia Dunzer, Daniela Seemann, Steffi Schuller und Petra Engelmann sowie (ganz hinten, von links) Grazia Miccoli-Hey, Pamela Riedl, Angelika Denk, Sabine Schultes und Alexander Dötsch. Bild: rn
Vom Babystrampler bis zum Fahrrad: Insgesamt 6061 Artikel wechselten beim Frühlingsflohmarkt von Flohmarktteam und Elternbeirat des Kindergartens ihre Besitzer. Ein Kreis engagierter Mütter und Väter hatte dazu in die Markus-Gottwalt-Schule geladen.

Die regelmäßige Veranstaltung schafft Kreisläufe vor Ort und trägt zur Schonung von Ressourcen und zu Nachhaltigkeit bei. Ein weiterer Aspekt ist, dass der erwirtschaftete Erlös in der Region bleibt und so das Gewinnstreben großer Bekleidungsdiscounter unterwandert wird.

Der Austausch von Kindersachen ist nichts Neues. Er wurde schon in der Vergangenheit unter Müttern und Großfamilien betrieben. "Durch unseren Flohmarkt haben wir dieses System professionalisiert", berichtet voll Stolz Angelika Denk, die vor zehn Jahren angefangen hat, im Flohmarktteam mitzuarbeiten.

285 Anbieter, 435 Kunden

"Wir geben allen Familien vor Ort die Chance auf preiswerte Kinderausstattung", hebt sie hervor. 285 Anbieter und 435 Kunden am Samstag waren für sie ein erneuter Beweis für den hohen Stellenwert, den der Flohmarkt seit zirka 20 Jahren genießt.

Denk und ihr Team dankten der Stadt, Schulleiter Otmar Buchmann und Hausmeister Udo Drechsler für die langjährige unproblematische Überlassung von Teilen des Schulgebäudes und die Unterstützung vor Ort. In ihren Dank bezogen sie auch das Gymnasium ein, das unentgeltlich 50 Tische überlassen hatte.

120 Helfer waren diesmal Garanten für den Erfolg der zweieinhalbstündigen Veranstaltung. Erneut hatten die Organisatoren ein Herz für Schwangere gezeigt: Sie durften bereits eine halbe Stunde, bevor alle anderen in einer langen Reihe Wartenden eingelassen wurden, in Ruhe in Aula, Fluren und Klassenzimmern ihre Wahl treffen.

Für die Mitarbeiter bedeutete der Flohmarkt erneut eineinhalb Tage Dauereinsatz. Verkaufstische waren auf- und abzubauen, Waren ein- und auszusortieren und die computergestützte Abrechnung für alle Kunden zu erstellen - und das ist nur ein kleiner Auszug aus den anfallenden Arbeiten. Im Vorfeld galt es außerdem Termine zu vereinbaren, Plakate zu drucken und aufzuhängen, die Helfer einzuteilen und Kuchenspenden zu organisieren.

Gesamter Erlös für Kinder

Der Erlös der Gemeinschaftsaktion kommt stets in voller Höhe Kindern zugute. Er setzt sich zusammen aus zehn Prozent des Umsatzes, den Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen und der Gebühr von drei Euro pro Teilnehmer.

Nutznießer der Erträge ist vor allem der städtische Kindergarten. Über Geld- und Sachspenden freuten sich bisher aber auch Schulen, Vereine und Institutionen, die in der Rußweiherstadt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind.
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