Fuchs in Dorf und Stadt

36 Füchse, zwei Steinmarder und zwei Mink waren während der jüngsten Mondphase erlegt worden. Das Bläserkorps der Kreisgruppe Tirschenreuth verblies die Strecke. Bild: privat

Die Bejagung von Füchsen ist nicht unumstritten: Der Fuchs ist ein großer Mäusevertilger und beseitigt auch gefallenes Wild und Aas unverzüglich. "Was wäre, wenn wir den Fuchs nicht mehr bejagen würden ?", fragt Hubert Rustler.

Der oberste Jäger im Kreisverband Tirschenreuth gibt die Antwort gleich selbst: Der Fuchs würde selbst am helllichten Tag in der Nähe von Dörfern und sogar in der Stadt herum marschieren auf der Suche nach Fressbarem. "Soweit soll es nicht kommen" betonte Rustler, Vorsitzender des Jagdverbandes. "Schnell wären die Jäger wieder als die Schuldigen ausgemacht."

Wer dem Niederwild einigermaßen das Dasein sichern will, der müsse sich um Verbesserung der Lebensräume kümmern und auch für einen angepassten Bestand der Fressfeinde sorgen. Vor diesem Hintergrund brachten die Jäger beim "Gowerlhof" in Rothenbürg 36 Füchse, zwei Steinmarder und zwei Mink als Ergebnis der Raubwildbejagung während der letzten Mondphase zur Strecke.

"Obwohl der Fuchs außer dem Muttertierschutz keine Schonzeit genießt und stark bejagt wird, bleibt der Bestand meist hoch." Rustler bedankte sich bei den anwesenden Jägern und bat, in ihrem Bemühen um die Hege von Niederwild nicht nachzulassen. Dazu gehört auch die Bejagung des Fuchses, anderen Raubwildes und nicht minder die des Schwarzwildes.

Frei von Tollwut

Die Füchse sind seit Jahren frei von Tollwut. Leider sind Füchse Endwirte des Fuchsbandwurmes und scheiden bei Befall mikroskopisch kleine Eier dieser Parasiten aus. Diese können vom Menschen eingeatmet oder durch den Mund aufgenommen werden. Die Larven bohren sich durch die Lunge oder den Darm und verteilen sich so im ganzen Körper, wo sie Geschwülste hervorrufen. Einmal erkrankt ist eine Heilung nur schwer möglich. "Ordnungsgemäße Beseitigung der Wildkörper ist daher unbedingt notwendig", erklärt Rustler. Nicht alle Füchse werden verworfen, gute Winterbälge liefern Kürschnerware, welche zu Decken und Kleidungsstücken verarbeitet werden können. "Dies ist allemal sinnvoller als die Verwendung von Pelzen aus Tierfarmen."

Das Bläserkorps der Kreisgruppe Tirschenreuth unter der Leitung von Peter Hamm verblies die Strecke. In der warmen Gaststube beim "Gowerl" wurden noch manche Jagderlebnisse auf Fuchs und Sau erzählt. (Info-Kasten)
Weitere Beiträge zu den Themen: Rothenbürg (22)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.