Führungsspitze wieder komplett

Einen Wechsel gibt es beim Sportclub Glückauf: Bürgermeister Joachim Neuß gratulierte dem neuen Vorsitzenden Jürgen Neubauer (von links). Als Vize bleibt Karolin Braun im Amt, ebenso der 3. Vorsitzende Franz Popp. Bild: cs

Vor einem halben Jahr hörte Jürgen Neubauer die Frage, ob er sich vorstellen könnte, Vorsitzender des Sportclubs Glückauf Auerbach zu werden. Der 34-jährige Franke glaubte an einen Witz. Spätestens seit Sonntagabend weiß er es besser.

2016 steht das 60-jährige Jubiläum ins Haus. Diesem Ereignis geht der Sportclub Glückauf mit einem neuen Vorsitzenden entgegen. Die Ära Andre Gradl, der in Personalunion auch die Abteilung Fußball leitete, ging zu Ende. Mit einer beruflichen Veränderung verbindet er einen Wohnsitzwechsel.

Seinem Nachfolger Jürgen Neubauer stellten die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung im SC-Heim bewährte Kräfte an die Seite. Als Stellvertreterin wählten sie Karolin Braun und als 3. Vorsitzenden Franz Popp wieder.

Noch wohnt Jürgen Neubauer in Pegnitz. Die Liebe verbindet den 34-jährigen Franken mit Auerbach, und die Glückauf-Sportler hoffen, ihn bald endgültig "eingemeinden" zu können. Als sie ihn vor einem halben Jahr auf das Führungsamt ansprachen, fasste er das zunächst eher als einen Scherz auf, gestand er vor dem Wahlgang am Sonntagabend.

Für die Kassengeschäfte bringt Schatzmeisterin Christine Metag schon Erfahrung mit. Sie verwaltete bereits in früheren Jahren die Finanzen des SC Glückauf, Reinhold Gsell stand nicht mehr zur Verfügung. Weiter im Amt der Schriftführerin bleibt Silvia Ringler. Zum Abteilungsleiter Fußball wurde Stefan Herrmann gewählt; unverändert blieb mit Brigitte Gradl das Amt der Abteilungsleiterin für Tennis. Michael Brittinger zeichnet weiterhin für die Jugend verantwortlich. Als Beisitzer gewählt wurden Werner Schier, Reinhold Gradl, Rudi Gebhart, Sieglinde Schreier, Karl-Heinz Schmid und Reinhold Schuster, zu Revisoren wurden wiederum Robert Schmid und Rudi Schwindl bestellt. Ein ehrendes Gedenken galt dem verstorbenen Gründungsmitglied Konrad Thumbeck.

Mit einem kleinen Minus schloss Schatzmeister Reinhold Gsell die Kasse zum Jahresende 2014 ab. Die Revisoren Reinhold Gradl und Rudi Schwindl fanden in der Bilanz nichts zu beanstanden.

Für den erkrankten Vorsitzenden Andre Gradl gab seine Stellvertreterin Karolin Braun den Bericht über die Fußballer. Die Rückrunde der Saison 2013/14 schlossen sie auf dem 6. Tabellenplatz ab. Die laufende Saison stand im Zeichen des Neuaufbaus, nachdem die Gespräche über eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein SV 08 ohne Ergebnis blieben. Das Ziel, unter die ersten Fünf in der A-Klasse zu kommen, erreichte das Team als Siebter in der laufenden Runde noch nicht ganz. Ein Höhepunkt stellte das Derby gegen den Nachbarverein SV 08 Auerbach im Toto-Pokal dar, das Glückauf mit 2:0 gewann.

Als eine gewachsene Gruppe im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich präsentiere sich die Sparte Tennis, sagte die Abteilungsleiterin Brigitte Gradl. Wie in den Vorjahren traten die Damen-40-Spielerinnen in der Bezirksklasse 2 für den TC Langgräfe Michelfeld an. Heraus kam ein erster Platz unter fünf Mannschaften. In den Wintermonaten fand sich eine gemeinsame Freizeitrunde mit Spielerinnen des TC Rot-Weiß in der Halle zusammen. Die Spartenleiterin rief zur Teilnahme an der Feierabendrunde jeweils Donnerstag ab 18 Uhr auf. Hier stehe der Spaß am Tennis im Vordergrund: "Wir sind da nicht vom Ehrgeiz zerfressen."

Über Jahre hinweg leitete Willi Voit ein Team, das die beiden Tennisplätze im Frühjahr für die Saison herrichtete. Darum kümmert sich heuer erstmals Jürgen Thiel.

Mit der Kombination "Hobby-Sport" will der SC Glückauf einen Ersatz für die vor drei Jahren stillgelegte Sparte Tischtennis schaffen. Die Sparte Kegeln soll aus dem "Winterschlaf" geweckt werden. Auch die Sparte Leichtathletik tritt nur noch sporadisch in Erscheinung.

Bürgermeister Joachim Neuß zeigte sich von der Stimmung im Verein und vom Zusammenhalt angetan. "Im SC ist alles paletti. Die Finanzen stimmen und die sportlichen Ergebnisse auch", stellte er fest. Wenn trotz guter Jugendarbeit nicht mehr ausreichend Nachwuchs zur Verfügung steht, biete die Suche nach Partnerschaften eine Lösung. "Gut reagiert" fand er die Erweiterung des sportlichen Angebots im Jugendbereich mit Rantai Kung Fu. Es wollten eben nicht alle Jugendlichen im Ballsport aktiv werden.
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