Fünf Minuten Schwächephase

Der Schwarzenfelder Florian Forster (blaues Trikot) setzt sich hier gegen zwei Forchheimer Spieler durch. Bild: Baehnisch

Mit drei Toren Vorsprung gewann der HC Forchheim das Bezirksoberligaspiel bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Alles in allem verdient, meinte der Trainer der Gastgeber, Daniel Kessler.

Nabburg. (kum) Beide Teams legten ohne Warmlaufphase mit hohem Tempo und viel Laufarbeit los. Aber erst in der dritten Minute fiel der erste Treffer. Der HC Forchheim ging zwar immer wieder in Führung, aber die HSG zog immer gleich nach.

Bis zum 10:11 lief eigentlich alles ganz gut, dann kam ein Einbruch im HSG-Spiel, wie man ihn schon länger nicht mehr gesehen hatte. Über mehrere Minuten hinweg war das Gästetor wie vernagelt und die HSG leistete sich einige leichte Ballverluste. Jeder erfolglose Angriff wurde postwendend mit einem Kontertor bestraft. "In diesen fünf Minuten haben wir das Spiel hergeschenkt", ärgerte sich HSG-Coach Daniel Kessler über die Schlussphase der ersten Hälfte, in der sich ein Debakel andeutete. Erst bei der 18:11-Führung der Gäste kam der erlösende Halbzeitpfiff.

Für die zweite Hälfte nahm sich die Mannschaft von Kessler Wiedergutmachung vor und stellte in der Abwehr auf Manndeckung um. Das war zwar durchaus riskant, aber zeigte nach kurzer Zeit Wirkung. Die HSG kam zu schnellen Ballgewinnen und bekam so wieder etwas Kontrolle über das Spiel. Über einige Konter beziehungsweise zweite Wellen holte der Gastgeber bis auf 22:24 auf. Näher sollte die HSG aber nicht herankommen. Die Gäste beruhigten das hektische Spiel und wirkten wieder etwas sicherer. Die HSG musste der kräfteraubenden Aufholjagd Tribut zollen. So setzten sich die Forchheimer bis zum Schlusspfiff wieder auf 32:29 ab.

"Alles in allem war der Auswärtserfolg der Franken nicht unverdient", sagte Trainer Kessler. "Hätten wir uns die Schwächephase vor der Halbzeit erspart, wäre das ein ganz anderes Spiel geworden." Kessler lobte die Moral seiner Truppe im zweiten Durchgang: "Wir haben trotz Rückstand Kampfgeist gezeigt und hätten das Spiel fast noch gedreht. Forchheim wankte zwar, konnte aber das Spiel gegen Ende nochmal umstellen und hat somit durchaus verdient gewonnen."

Forchheim bleibt nach diesem Sieg weiter ein Verfolger von Tabellenführer TSV Neutraubling. Die HSG hingegen befindet sich weiter im Tabellenmittelfeld und ist gut beraten, auch die Teams hinter sich im Auge zu behalten. Allerdings muss die HSG vermutlich länger auf Rückraumspieler Forster Florian verzichten, der sich an der Schulter verletzt hat.

Torschützen HSG: Blödt 7/5, Spiller 7, Forster 4, Kiener 4, Schanderl 3, Ziereis 2, Schießl 2
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