Fünft- und Sechstklässler der Realschule laufen für Erdbebenopfer in Nepal - 5444 Euro für ...
Jede Runde füllt das Spendenkonto

Alle 400 Meter gab es einen Strich auf der Sponsorenkarte. Solange ist die Distanz einer Runde auf dem Schulsportplatz. In 50 Minuten versuchten alle Fünft- und Sechstklässler der Realschule möglichst viele Kilometer abzuspulen. Bild: jzk
Kemnath. (jzk) Bemerkenswertes soziales Engagement bewiesen die Fünft- und Sechstklässler der Realschule. Aus den Medien hatten sie von dem verheerenden Erdbeben am 25. April in Nepal erfahren. Fast 9000 Menschen kamen ums Leben, über 20 000 wurden verletzt, etwa 500 000 Häuser zerstört. Ein zweites Erdbeben am 12. Mai verschlechterte die Lage zusätzlich.

Mit Sportlehrer Simon Farnhammer und ihren Klassenleitern überlegten sich alle elf fünften und sechsten Klassen, wie sie das Leid der Kinder und ihrer Familien lindern könnten. Dabei kamen sie auf die Idee, einen Spendenlauf auf die Beine zu stellen. Farnhammer übernahm die Hauptorganisation. Studienrätin Margit Friedl und die Klassenlehrer halfen tatkräftig mit.

Der Sportlehrer hat seit Jahren eine persönliche Verbindung zum Hilfswerk "Inntal pro Kharikhola", das seit über 20 Jahren vor allem den Auf- und Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten in Nepal finanziell unterstützt.

Suche nach Sponsoren

Im Vorfeld des Laufes sollte sich jeder Schüler möglichst viele Leute suchen, die bereit sind, für jede gelaufene Runde (400 Meter) einen freiwilligen Spendenbeitrag zu leisten. Dabei sprachen sie nicht nur ihre Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte, sondern auch Nachbarn, Geschäftsleute in ihrer Straße und Unternehmen am Wohnort an. Die Spender trugen sich in eine SponsorCard ein. Diese ausgefüllte Karte musste einige Tage vorm Lauf beim Klassenleiter abgegeben werden.

Der Startschuss zum Spendenlauf fiel auf dem Schulsportgelände. Die reine Laufzeit betrug 50 Minuten, in der jeder Schüler eine möglichst lange Strecke schaffen sollte. Diese Runden trug das Organisationsteam auf der Sponsor-Card ein. "Sich sportlich bewegen und dabei Gutes für notleidende Menschen tun", lautete das Motto. Und diese Rechnung ging auf: Insgesamt kamen 5444 Euro zusammen. Simon Farnhammer wird diese Spendensumme auf das Konto des Hilfsvereins überwiesen. "Damit ist sichergestellt, dass euer Geld auch an die richtigen Stellen kommt", versicherte er den Mädchen und Jungs.

Realschuldirektor Germann Helgert dankte den Lehrkräften und den Schülern für ihren lobenswerten Einsatz. Dadurch werde Kindern und ihren Familien in Nepal der Start in ein neues Leben ermöglicht.
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