Fünftklässler lauschen Vortrag von Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera im Eschenbacher ...
Mobbing 2.0

Stefanie Carrera informierte die Fünftklässler des Eschenbacher Gymnasiums über die Risiken von "WhatsApp" und Co. Bild: hfz
So individuell die Fünftklässler eines Gymnasiums sein mögen, ein Produkt vereint sie: das Handy. Nur zum Telefonieren verwenden die meisten Jugendlichen ihre Smartphones längst nicht mehr. Die vielen Funktionen bergen Risiken. Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera informierte an zwei Nachmittagen die Gymnasiasten über Cyber-Mobbing.

Beim Kurznachrichtendienst "WhatsApp" gebe es laut der Fachberaterin für verhaltensorientierte Prävention Aufklärungsbedarf: Viele fänden es lustig, Fotos von Klassenkameraden zu machen und diese in Chats zu verbreiten. Doch auf diese Weise könne es schnell zu rechtlichen Konflikten kommen, wenn das die fotografierte Person nicht will. Falls in Gruppen-Chats auch noch wiederholt Nachrichten verbreitet würden, die gezielt einer Person schaden, spreche man bereits von Cyber-Mobbing. Kindgerecht und interaktiv stellte Carrera anhand von Filmmaterial vor, wie sich Cyber-Mobbing entwickle und welche Folgen das für Täter und Opfer haben könne. Dabei gehe es hauptsächlich darum, dass Opfer ihre Rolle keinesfalls einfach hinnehmen dürfen und unterstützt werden müssten, aber auch um das Unwissen, dass bei vielen Vergehen bereits ein Straftatbestand von seiten der Täter vorliege.

Ideen gegen Mobbing

Die Kriminalhauptkommissarin motivierte die jeweils etwa 50 Fünftklässler, nicht nur eigene Ideen zu entwickeln, wie man einem Opfer von Cyber-Mobbing helfen könne, sondern sich auch selbst in die Lage von Täter und Opfer hineinzuversetzen. Die Kinder waren hin- und hergerissen zwischen Betroffenheit und aktiver Mitarbeit. So konnten viele Strategien erarbeitet werden, welche Maßnahmen präventiv getroffen werden können. Schulleiter Knut Thielsen dankte sowohl der Referentin als auch seinen beiden Lehrkräften Susanne Vonhoff und Christian Gnahn für deren Einsatz.
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