Für andere und für sich

Sie sind die Treuesten unter den Treuen und seit mindestens 50 Jahren Mitglied in der Burkhardsreuther Feuerwehr. Verhindert war "Nestor" Lorenz Fenzl, der dem Löschzug seit 70 Jahren angehört. Die Ehrungen nahmen Vorsitzender Robert Schwemmer, Bürgermeisterin Carmen Pepiuk (von links) und Kommandant Erwin Hey (rechts) vor. Bild: bjp

Bei den Burkhardsreuthern steht alles zum Besten: Zu diesem Urteil kam die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr Burkhardsreuth im Preißacher Schützenheim. Bei 63 Mitgliedern standen Ehrungen für 25 bis 70 Jahre Treue an.

Dies zeige, "dass ihr euch mit eurer Feuerwehr identifiziert und in dieser Gemeinschaft wohlfühlt", folgerte die Gemeindechefin. Ein nicht minder gutes Zeichen seien die zahlreichen Jugendlichen, für die es Ehrensache sei, sich in eine so gut funktionierende Gruppe einzubringen und auch zu diesem Fest zu kommen: "Dieses große Interesse junger Menschen ist nicht mehr überall selbstverständlich." Damit die Schulungen noch moderner und anschaulicher gestaltet werden können, stiftete die Bürgermeisterin einen Laptop und einen Beamer. "Unsere Gemeinde ist bei ihren Feuerwehren in besten Händen", schloss sie.

23 "Neue"

Auch Feuerwehrvorsitzender Robert Schwemmer zeigte sich zufrieden mit seiner "Truppe". 176 Mitglieder zähle der Verein zurzeit, in den fünf Jahren seit dem letzten Kameradschaftsabend seien 23 Jugendliche neu eingetreten. Nicht nur eine fundierte Schulung für den Ernstfall werde hier geboten, sondern man wisse sich auch in der Pflicht zur Mitgestaltung des Gemeindelebens. Beispielhaft nannte Schwemmer Veranstaltungen wie Rosenmontagsball, Emmausgang und Hallenfest. Alle zwei Jahre wirkten die Brandschützer am gemeindlichen Ferienprogramm mit und richteten alle drei Jahre den Florianstag der drei Trabitzer Wehren aus. Selbstverständlich nehme die Gemeinschaft an den kirchlichen und weltlichen Festen teil, wobei dem Volkstrauertag eine besondere Bedeutung zukomme.

"Wir pflegen Kameradschaft", resümierte Schwemmer und zitierte ein Goethe-Wort: "Wer nichts für andere tut, hat nichts für sich getan." Diesen Satz nähmen nicht zuletzt die Partner der Feuerwehrmänner und -frauen ernst. Sie zeigten Verständnis und gäben Rückendeckung. Ohne sie könnte zudem kein Fest organisiert werden. "Bleibt eurer Feuerwehr treu, bleibt aktiv", rief der Vorsitzende seinen Kameraden zu. Dem Nachwuchs legte er ans Herz: "Eifert euren Eltern und Großeltern nach." Der seit 2010 verstorbenen 15 Mitglieder gedachte die Festgemeinde mit einer Schweigeminute.
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