Für besonders fleißige Mägde

Wachsstöckl haben ihre Verwendung ursprünglich im Haushalt als Wärme- oder Lichtspender gefunden. Sie wurden angezündet, wenn man für verstorbene und zuhause aufgebahrte Menschen betete, und beim Gebet in den dunklen Kirchen oder beim Rosenkranz. Zudem dienten sie als Zugabe zur Aussteuer. Nach und nach wurden die Wachsstöckl nicht mehr als Lichtquelle benötigt. Dennoch fanden sie weiterhin Verwendung, wurden aber dann kunstvoll verziert. Tauf- und Firmpaten verschenkten sie an ihre Patenkinder. In den Bauernfamilien bedachte die Bäuerin mit verzierten Wachsstöckln besonders fleißige Mägde. Oder der Knecht verschenkte ein Wachsstöckl an die Magd, die ihm während des Jahres das Bett gemacht hatte.
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