Für Bürger attraktiv bleiben

Bei der Bürgerversammlung konnten sich die Wernberg-Köblitzer darüber informieren, wie die Gemeinde finanziell dasteht und welche Projekte laufen oder in Angriff genommen werden. Bild: ral

Zahlen, Daten und Fakten gab es in der Bürgerversammlung der Marktgemeinde in der TSV-Halle. Sie zeigten transparent auf, was die Kommune unternimmt, um auch in Zukunft als Wohnort und Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben.

Wernberg-Köblitz. (ral) Die Kommune hat einiges zu schultern: Im Bereich der Kindertagesstätten wendet die Marktgemeinde pro Kind und Jahr 2 300 Euro auf. Die Krippenplätze werden trotz der Aufstockung wieder knapp. Der Aufwand für die Schüler der Grund- und Mittelschule belaufen sich auf jährlich 1 090 Euro pro Schüler. Doch diese Ausgaben sind "eine Investition in die Zukunft", betonte Bürgermeister Georg Butz. Für den Feuerschutz wendet die Marktgemeinde 74 000 Euro netto auf. In diesem Jahr sind der Digitalfunk und die neue Tragkraftspritze für die Feuerwehr Neunaigen berücksichtigt. Ein großer Haushaltsposten ist der Unterhalt der gemeindlichen Straßen. Einen Dank sprach Butz den Jagdgenossenschaften aus, die sich wieder an den Kosten für den Erhalt und die Sanierung der Feld- und Waldwege beteiligt haben. Die Marktgemeinde hat hier auch 20 300 Euro aufgewandt.

Richtige Entscheidung

Richtig sei die Entscheidung gewesen, das Hallenbad zu sanieren: "Es wird genutzt". Die Unterdeckung liege bei 115 000 Euro pro Jahr, doch das Bad biete vor allem den Kindern die Möglichkeit, vor Ort das Schwimmen zu erlernen. Wie wichtig dies ist, zeigt die Zahl der Badeunfälle. Für das Personal im Markt wurden im letzten Jahr zwei Millionen Euro aufgewandt. Im Bereich Energie tut sich einiges in der Marktgemeinde. So klinkt sich die Kommune ins Klimaschutzprojekt des Landkreises sowie ins Klärschlammentsorgungskonzept ein. Es werden Photovoltaikanlagen betrieben, die Energieeinsparung an den Gebäuden forciert. Bei der Straßenbeleuchtung wurde durch das Auswechseln der Leuchtmittel ein großer Spareffekt erzielt. Butz verwies auch auf den aktuellen Energienutzungsplan (Bericht folgt). Beim Breitbandausbau "ist man gut dabei". Im Juni ist Angebotseröffnung für die förderfähigen Maßnahmen.

Die Maßnahmenschwerpunkte im aktuellen Haushalt sind die Erweiterung des Industriegebietes im vierten Bauabschnitt. Laut Butz sind bereits sieben Parzellen mit einer Fläche von 5,5 Hektar reserviert. Trotz der vorausgegangenen Widerstände der Regierung der Oberpfalz, kann in diesem Jahr das Aufstellungsverfahren für das Baugebiet Kreuzäcker III laufen. Die Neugestaltung der Weidener Straße mit Friedhofszugang wird dieses Jahr abgeschlossen. Für den Friedhof Oberköblitz gibt es neue Urnenstelen, das Leichenhaus in Oberköblitz wird saniert. Die einfache Dorferneuerung in Saltendorf beginnt in diesem Jahr und wird nächstes Jahr abgeschlossen.

Ein Jahr veranschlagt

Nächste Projekte sind neben dem Abschluss der Sanierung des Wasserwerkes der Neubau des Brunnens 3a, der Rückbau von Brunnen 2 und die Sanierung des Wasserhochbehälters Fischberg. Die Marktgemeinde hält an der Umsetzung des Mehrzweckhallenneubaus fest. Die Entscheidung soll bis Ende diesen Jahres fallen. An Bauzeit ist ein Jahr veranschlagt. Die geschätzten Kosten: vier bis fünf Millionen Euro. Butz dankte abschließend allen, die wieder durch ihre amtliche oder ehrenamtliche Tätigkeit das Leben in der Marktgemeinde gestalteten.

Anschließend hatte der Bürger das Wort. Es gab nur zwei Meldungen. Gefragt wurde, warum am Kalvarienberg in Wernberg kein zusätzliches Geländer angebracht werde. Laut Bürgermeister wird den Unfallverhütungsvorschriften mit dem jetzigen Zustand Rechnung getragen. Außerdem müsste die Sicherung auf Privatgrund errichtet werden. Ein Redner kritisierte mit Blick auf die Verschuldung die Vorhaben, die künftig getätigt werden. Für den Bürgermeister "Investitionen in die Zukunft".
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