Für den Ammerthaler Trainer Markus Mühling hat der Klassenerhalt oberste Priorität
Kein Freund des Hallenfußballs

Weiden. (kap) Ausnahmslos Positives habe er über den Medienhaus-Cup gehört. "Von Erzählungen meiner Spieler weiß ich, dass es sich um ein Riesenspektakel handelt. Nur schade, dass ich aus beruflichen und privaten Gründen nicht dabei sein kann", entschuldigt sich Markus Mühling, Trainer der DJK Ammerthal. Deshalb betreut Co-Trainer Willibald Haller den derzeit abstiegsbedrohten Bayernligisten beim Turnier am Samstag, 27. Dezember, in der Weidener Mehrzweckhalle.

2010 Turniersieger

Bereits zum siebten Mal bekam der Verein aus der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde westlich von Amberg eine Einladung. 2010 bejubelte der damalige Landesligist unter Trainer Robert Ziegler sogar den Turniersieg. Die schlechteste Platzierung lieferte das Team im vergangenen Jahr ab, als es nach schwachen Vorstellungen auf dem letzten Platz landete. "Diesen Trend wollen wir auf keinen Fall fortsetzen. Es kann nur besser werden", sagt Mühling. "Wenn wir teilnehmen, dann möchte ich ordentliche Leistungen sehen. "Das sind wir unserem Verein schuldig."

Unumwunden gibt der 35-jährige Schwabacher zu, dass er kein Freund des Hallenfußballs ist. "Ginge es nach mir, ich hätte kein einziges Turnier gespielt. Für mich ist das Verletzungsrisiko einfach zu groß. In unserer momentan prekären Lage in der Punkterunde können wir uns keine weiteren Ausfälle mehr leisten. Der Klassenerhalt hat für mich oberste Priorität."

Kein Kanonenfutter

Mühling lässt die Spieler selbst entscheiden ob sie am Turnier teilnehmen wollen. "Es gibt sicherlich einige Hallenspezialisten, aber das letzte Wort behalte ich mir vor." Im Fall von Torwart Kevin Schmidt überlege ich noch, ob er mitspielt. Mit welcher Truppe der Bayernligist antreten wird, ist längst nicht geklärt. "Darüber haben ich und mein Co-Trainer Willibald Haller noch nicht entschieden. Natürlich werden wir ein schlagkräftiges Team aufbieten. Als Kanonenfutter treten wir mit Sicherheit nicht an." Ein gutes Aufgebot wird auch nötig sein, um sich in der vermeintlich stärkeren Gruppe B mit der SpVgg SV Weiden sowie den beiden Landesligisten SV Etzenricht und SC Ettmannsdorf durchzusetzen.

"Noch ist alles möglich"

In der Liga kam es für Ammerthal knüppeldick. Schon Anfang September musste Trainer Andi Speer seinen Hut nehmen. Aber auch mit dessen Nachfolger Markus Mühling wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Mit lediglich 17 Zählern und einem miserablen Torverhältnis von 17:48 aus 22 Spielen belegt das Team einen der drei, eventuell sogar vier Relegationsplätze in der Bayernliga Nord. An Aufgeben denkt Mühling jedoch nicht. "Noch ist alles möglich. Sogar die Relegation ist noch zu vermeiden." Dazu benötigt Mühling gesunde Spieler. Verständlich, dass er kein Verfechter des Hallenfußballs ist.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.