Für den Verein kein Weg zu weit

Die Krisenstimmung anderer Wandervereine ist den Pressather Wanderfreunden fremd: Über die vielfältigen Aktivitäten seines Vereins berichtete Vorsitzender Albert Ficker bei der Hauptversammlung. Bild: bjp

"Wenn der Zusammenhalt weiter so bleibt, macht mir die Zukunft des Vereins keine Angst." Sichtlich guten Mutes gehen die "Wanderfreunde Pressath" in ihr Jubiläumsjahr.

Pressath. (bjp) Bei der Hauptversammlung im Haus der Vereine zeigte sich Vorsitzender Albert Ficker zufrieden über das Gedeihen des vor 40 Jahren gegründeten Vereins, der einer der letzten seiner Art in der Nordoberpfalz sei. Mit Problemen wie Überalterung, Mitglieder- und Mitarbeitermangel, die andere Wandervereine zur Auflösung gezwungen hätten, brauchten die Pressather noch nicht zu kämpfen.

Deshalb könne man nicht nur ein vielseitiges Programm anbieten, sondern auch bei anderen Veranstaltungen wie dem Bürgerfest oder dem Rotkreuz-Aktionswochenende mitarbeiten. Auch das "Wanderheim" im Haus der Vereine stehe jeden Dienstag und Freitag ab 19 Uhr als Treffpunkt offen.

Als Höhepunkt 2014 nannte Ficker den mit 1700 Anmeldungen gut frequentierten 39. Wandertag im Mai, für den die Wanderwarte Herbert Kormann und Christian Pöllath drei neue Routen von fünf, zehn und 20 Kilometern Länge abgesteckt hatten. Dies gebe dem Pressather Wanderertreff eine besondere Attraktivität: "Leider lassen viele andere Vereine die nicht so gefragte 20-Kilometer-Strecke aus und bieten jedes Jahr die gleichen Routen an." Erstmals sei wieder eine Medaille ausgegeben worden, was die Teilnehmer positiv aufgenommen hätten. Auch die Idee, als Preise Brotzeitkörbe zu vergeben, habe sich als Glücksgriff erwiesen.

Wie am Schnürchen

Der Vorsitzende lobte alle an der Organisation Beteiligten für deren reibungslose Arbeit: "Jeder weiß, was er zu tun hat, und so lief auch diesmal alles wie am Schnürchen." Sein Dank galt zudem dem Schirmherrn, Pfarrer Edmund Prechtl, der Rotkreuzbereitschaft, den Pokalspendern und den Kuchenspenderinnen: "Kaffee und Kuchen sind ja die Haupteinnahmequellen beim Wandertag." Keinen Grund zur Klage habe es ebenfalls bei der Tagesfahrt nach Kelheim und Abensberg, beim sechstägigen Vereinsausflug an den Lago Maggiore im Juni und beim Weihnachtsmarktbesuch in Abensberg gegeben.

Auch das 34. Sommerzeltlager in Gleiritsch bleibe trotz einiger regnerischer Tage in schöner Erinnerung, freute sich Ficker. Mit diesem Feriencamp und einem Ausflug im voll besetzten Bus zu den Münchener Bavaria-Filmstudios hätten sich die "Wanderfreunde" am Ferienprogramm der Stadt beteiligt. Nicht ausgelassen habe der Verein die traditionellen Besuche des Pressather Feuerwehrballs und des Krenfleischessens der Troschelhammerer Brandschützer.

Für den 21. Februar kündigte der Vorsitzende ein Saukopfessen in Pechhof an, wofür bis zum 16. Februar Anmeldungen erbeten sind. Der Emmausgang am 6. April hat Weihersberg, der Vereinsausflug vom 2. bis 7. Juni das Riesengebirge zum Ziel. Vom 10. bis 19. August wird in Gleiritsch gezeltet. Ein Tagesausflug ist am 5. September geplant. Als Ziele sind das Voralpenland mit Starnberger See, Andechs und Neuschwanstein angedacht. Doch sei man auch für andere Vorschläge offen, merkte Vize-Vorsitzender Anton Ficker an.
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