Für die Heimat und ihre Menschen

In einem vollen Bierzelt feierte Otto Zeitler am Freitag seinen 70. Geburtstag. Das Fest des einstigen Staatssekretärs moderierte sein Nachfolger im Landtag, MdL Alexander Flierl. Mit einer Überraschung wartete Zeitlers Heimat-CSU-Ortsverband Nabburg auf.

Die drei "Hoglbouchan" empfingen die Gäste, die "Dietersdorfer Altmusikanten" spielten zur Unterhaltung, und die Nabburger Jugendblaskapelle ließ sich bei einem Ständchen vom Jubilar dirigieren: Bayerisch-böhmische Klänge verbreiteten gute Laune. Dazwischen durfte Otto Zeitler eine Vielzahl von Glückwünschen entgegen nehmen. Locker und entspannt freute er sich dann auch am Rednermikrofon darüber, dass ihm die geladenen Weggefährten aus Politik (darunter auch Staatssekretärin a.D. Marianne Deml), Wirtschaft und Vereinen - und natürlich die vollständige Familie um Ehefrau Helga und die Kinder Jörg, Frank, Martina und Marc - ihre Aufwartung machten.

Nach Reh- und Schweinebraten aus der Küche des Nabburger Kochs Stefan Sauerer ließ CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl Zahlen für sich sprechen: 35 Jahre Landtag, achtmal das Vertrauen der Wähler erhalten, über drei Jahrzehnte Kreistag und früher auch noch Stadt- und Gemeinderat. Die Politik ist der wesentliche, prägende Teil in den bisher 70 Lebensjahren Otto Zeitlers gewesen. Dabei habe er es verstanden, den richtigen Weg zu erkennen und zu gehen, auch wenn er oft schwierig und steil war. Es gehöre zu Otto Zeitler, standhaft zu bleiben, sich nicht verbiegen zu lassen und nicht einfach dem Mainstream zu folgen.

Großer Sohn des Landkreises

Flierl nannte exemplarisch einige Erfolge, die eng mit dem Namen seines Vorgängers im Bayerischen Landtag verbunden sind und bleiben werden: Wunder von Wackersdorf, BGS-Nachfolge in Nabburg, vernünftige Lösungen für Krankenhäuser und Sparkasse im Landkreis. Dabei sei es immer oberstes Ziel gewesen, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land herzustellen. In diesem Sinne gelte es auch, die nach dem Nabburger Landespolitiker benannte "Zeitler-Kurve" beim direkten Flughafenanschluss Ostbayerns weiter voranzubringen. Der CSU im Landkreis Schwandorf bleibe Zeitlers Meinung wichtig, sie betrachtet seinen Erfahrungsschatz als hilfreich und hofft, auch künftig darauf bauen zu können.

Alexander Flierl übernahm im weiteren Verlauf des Abends die Rolle des Moderators. Das Wort erteilte er auch dem Schwarzacher Bürgermeister Alois Böhm. Obwohl nicht CSU-Mitglied, lobte er die effektive Zusammenarbeit mit Otto Zeitler, der sich immer in besonderer Verbundenheit zum ländlichen Raum zeigte. Dank gebühre ihm auch dafür, dass er nun schon seit geraumer Zeit Jahr für Jahr am Kirwa-Freitag hochrangige Politiker als Redner in den "Minister-Stodl" der 1500-Einwohner-Gemeinde bringe.

"Wir feiern heute den runden Geburtstag eines großen Sohnes unseres Landkreises", betonte Landrat Thomas Ebeling. Zu den aufgezählten großen Leistungen wollte er noch eine anfügen: Zeitler sei am Ende seiner Abgeordnetenzeit ein Spagat gelungen - ein wohl bestelltes Feld zu hinterlassen und die Nachfolge bestmöglich zu regeln. Ebeling nahm die Feier zum Anlass für persönlichen Dank: Ihn richtete er an seine Wahlkampf-Managerin, die Zeitler-Tochter Martina Heigl. Mit dem jüngsten Sohn Ludwig im Arm, bekam sie von ihm einen Blumenstrauß überreicht.

Ehrenmitglied der CSU

Für die Nabburger CSU sprach deren Vorsitzender Stefan Leitner. Er machte den Jubilar zum Ehrenmitglied des Ortsverbandes, indem er auf Beschluss des Vorstandes die vorbereitete Urkunde überreichte. Die Ehrenfanfare und weitere jagdliche Signale intonierte das Jagdhornbläser-Ensemble der Jäger-Kreisgruppe Nabburg und spannte damit den Bogen zu Otto Zeitlers größtem Hobby seit 1961, der Jagd. Darauf bezogen sich auch die nächsten beiden Glückwunsch-Redner: der Präsident des Bayerischen Landesjagdverbandes und frühere CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Jürgen Vocke, der an Zeitler die "Medaille Naturerbe Bayern in Gold" überreichte, und der BJV-Kreisvorsitzende Alois Seegerer. Für die Schwarzacher Feuerwehr ließ Vorsitzender Ludwig Röhrer wissen, dass sich der Verein gerne um die Festorganisation gekümmert hat. Mit ihm kamen die Festdamen vom "125-Jährigen" und sangen G'stanzl auf ihren Schirmherrn beim Jubiläum vor 13 Jahren. (Seite 23)
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