Für ersten Eindruck keine zweite Chance
Schulen

Richtiges Benehmen kommt nicht nur im Alltag gut an. Vor allem beim Bewerbungsgespräch sollte der Knigge eingehalten werden. Tipps dazu erhielten die Neuntklässler beim Benimmseminar der Raiffeisenbank. Bild: mez
Erbendorf. (mez) Mit "Stil und Etikette" kommt man weiter. Dass gutes Benehmen viele Vorteile beim alltäglichen Umgang mit anderen Menschen bringt, erfuhr die Klasse M9 der Mittelschule beim Benimmsemniar bei der Raiffeisenbank Kemnather Land - Steinwald eG. Das Seminar ist auf die achten bis zwölften Klassen abgestimmt.

Bereichsleiter Wolfgang Heider beleuchtete mit den Schülern von Eva Wildenrother und Veronika Dostler-Oswald die Grundregeln der Bewerbung, wobei er den Schwerpunkt auf das Vorstellungsgespräch legte. Gute Vorbereitung sei dabei die halbe Miete. Solide Recherchen über das Unternehmen seien wichtig, um das eigene Interesse an dem Ausbildungsplatz zu unterstreichen. In einem Rollenspiel übte Heider mit den Jugendlichen das Vorstellungsgespräch.

Zahlreiche Lacher gab es beim Krawattenbinden, bei dem einige neue Arten von Knoten entstanden. Angelika Eichhorn verdeutlichte, dass einige Regeln des alten Freiherrn von Knigge auch heute noch aktuell sind. Gesellschaftliches Fehlverhalten deckte ein Quiz auf. "Die sogenannten nonverbalen Signale werden von unseren Mitmenschen immer als erstes wahrgenommen", wusste Eichhorn.

Mit einem Plan könnten Ziele im Leben besser erreicht werden, so die Rednerin. Zwischenziele und Meilensteine sind dabei hilfreich und nachprüfbar. Von der Begrüßung bis zum Restaurantbesuch reichten die Themen, die Stefanie Seidl behandelte. Zwei Schüler stellten einen Restaurantbesuch nach.

Dort alles richtig zu machen, ist gar nicht so einfach, aber kleine Fehler sind erlaubt und machen nur sympathischer. Platzteller, Richtglas - das alles waren Ausdrücke, die den jungen Erwachsenen nicht unbedingt geläufig waren. Der perfekt gedeckte Tisch bildete den Abschluss des Seminars. Die Klassensprecher der M9 bedankten sich bei den Referenten mit einem kleinen Geschenk. Bei einer kleinen Brotzeit endete der Vormittag.

Bekanntschaft mit Holzscheit gemacht

Erbendorf. (njn) Eine Zeitreise in die Schulgeschichte unternahmen die beiden vierten Klassen der Grundschule. Mit den Lehrern Kerstin Münchmeier und Benjamin Koppmann besuchten sie das erste bayerische Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg. Anstatt Füller und Papier gab es für die Kinder nur Griffel und Schiefertafel. Im Schulmuseum erlebte die Gruppe eine Schulstunde wie vor 200 Jahren in einem original eingerichteten Klassenzimmer. So mussten die Schüler zum Sprechen aufstehen. Auch während des Zuhörens galt es, die Hände auf den Tischen abzulegen.

Eindruck machten die damaligen Erziehungsmethoden. So erklärte die Museumsführerin das Tragen einer "Eselsmütze" ebenso wie das Knien auf Holzscheiten, das die Kinder ausprobieren konnten. Auch die sogenannten "Tatzen" sind ihnen jetzt ein Begriff. Selbst die Schulpause am Vormittag war wie früher: Mädchen und Buben sittsam getrennt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11033)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.