Für Frieden auf die Straße gehen

Schüler aller Nabburger Schulen beteiligten sich an dem gemeinsamen Gebet für den Frieden vor der Nabburger Nordgauhalle. Bild: Völkl

Es sollte keine Betstunde, intern und unbemerkt, sein. 600 Nabburger Schüler zogen gestern durch die Stadt zum Friedensgebet an der Nordgauhalle. Sie wollten ihr Anliegen sichtbar machen: Mehr Einsatz für den Frieden in der Welt.

Nabburg. (cv) Ein Zeichen der Verbundenheit mit Menschen in den Kriegsgebieten der Erde setzen - das ist Bischof Rudolf Voderholzer ein Anliegen. Das Schulpastorat wandte sich an die Schulen im Bistum: Am 3. Dezember sollten Friedensgebete gesprochen werden. Alexandra Reger, Religionslehrerin an der Grund- und Mittelschule, stieß bei ihrem Kollegen Bernd Schöttl an der Naabtal-Realschule auf offene Ohren. Das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium und die Förderschule waren ebenfalls gleich mit im Boot. Die Herbergssuche der Heiligen Familie - sie hat traurige Tagesaktualität. Menschen, die keine Heimat mehr haben, sind auf der Flucht, suchen Aufnahme. "Das ins Bewusstsein rufen, ein Zeichen für den Frieden in der Welt setzen und dafür auch auf die Straße gehen", war Alexandra Reger ein Anliegen. Was kann der Einzelne bewirken? An den Stellschrauben der Macht kann er nicht drehen. Doch Frieden schaffen, das beginne schon im Elternhaus, in der Schule.

Dick eingemummt ging es frühmorgens zur Nordgauhalle. Lukas Lassmann griff zur Gitarre und stimmte das Lied "Unfriede herrscht auf der Erde" an. Alexandra Reger nahm die Kinder mit auf ihre Gedankenreise: Sie richtete den Blick auf das, was weltweit passiert, wie viel Hass und Gewalt auf der Welt regiert, wie viele Kriege es gibt, in Israel, Libyen, Irak, in der Ukraine. "So viele Menschen in ihrer Heimat müssen um ihr Leben fürchten, so viele Menschen erleben Schlimmes in der Fremde". Die Jugendlichen seien zusammen gekommen, um an all diese Menschen zu denken, um ihnen zu zeigen, "dass wir sie unterstützen wollen - in Gedanken und in Taten, soweit uns das möglich ist".

Die Schüler baten Gott darum, den Menschen in ihrem Leid nahe zu sein und "dass sie Gottes Nähe auch durch die Menschen spüren, die sie begleiten und ihnen helfen, so gut sie können". Ein Appell ging an Gläubige aller Religionen, sich für den Frieden einzusetzen. Politiker sollten nicht aufgeben, nach friedlichen Lösungen zu suchen. Eine letzte Fürbitte richteten die Jugendlichen an sich selbst: "Dass wir aufmerksam werden, wo wir selbst etwas tun können".
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