Für Glockenfriedhof bestimmt

Die Michaelsglocke hat eine lange Geschichte. 1789 wurde sie in Amberg von Johann Di Vall gegossen und dem Erzengel Michael geweiht. Dessen Bildnis schmückt die Vorderseite, gegenüber ist St. Florian abgebildet. Ursprünglich läutete sie zu den Gebeten und Gottesdiensten in der Kirche St. Michael in Dornbach, das im heutigen Truppenübungsplatz Grafenwöhr liegt.

Wie so viele andere auch, sollte sie nach Hamburg zum Glockenfriedhof gebracht und dort zu Munition eingeschmolzen werden. Eine eingravierte Nummer belegt, dass sie dort bereits angekommen war - zusammen mit zwei weiteren aus der Dornbacher Kirche. Doch sie alle blieben verschont und durften zurück in die Heimat. 1948 erreichte ein Schreiben die Auerbacher Gläubigen, dass die Glocken überlebt hatten. Nach ihrer Rückkehr schenkte Pfarrer Ritter die Michaelsglocke den Schulschwester für den Turm des Mutterhauses. Jedoch durfte sie aus Statikgründen - sie wog sie stattliche 400 Kilogramm ohne Klöppel - nicht aufgehängt werden. So geriet sie fast in Vergessenheit, zumal im Mutterhaus bislang nicht geläutet wurde. Am Sonntag, 15. März, wird sich das ändern.

Peter Gärtner war nämlich bei der ersten Besichtigung der Glocke so begeistert, dass er darum bat, den Ton testen zu dürfen. Und siehe da: Der Klang überzeugte. (swt)
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