Für Hermann Bronold kein Nachfolger in Sicht - Imker-Kreisverband zählt 978 Mitglieder
Aus dem Rückzug wird nichts

Hermann Bronold (rechts) führt den Kreisverband kommissarisch weiter. Annemarie Winkelhofer ist Kassier, Karl-Heinz Dausch Schriftführer, Johann Kagerer Fachwart, Ingo Schwieder Gesundheitswart und Johann Ippisch zweiter Vorsitzender. Unter den Gästen war auch Verbandsvorsitzender Edmund Hochmuth (Zweiter von rechts). Bild: miw
Schwarzenfeld. (miw) Seit 30 Jahren ist Hermann Bronold Vorsitzender des Kreisverbandes der Bayerischen Imkervereinigung in Schwandorf. Eigentlich hatte er nie vor, es so lange zu machen und eigentlich sollte nach der Jahreshauptversammlung im Lehrbienenheim Schluss sein. Mangels Kandidaten übernahm er den Posten nun kommissarisch für ein weiteres Jahr. Auch was das weitere Führungsgremium anbelangt, bleibt alles beim Alten. Neu im Team sind Annemarie Winkelhofer als Kassier und zwei der sechs Beisitzer (Andreas Schwendner, Michaela Wein).

Mit 978 Mitgliedern und 4115 gemeldeten Völkern steht der Kreisverband insgesamt nicht schlecht da. "Schön wäre es", so Bronold, "wenn nicht nur die Mitgliederzahlen, sondern auch die Zahl der Bienenvölker ansteigen würde". Insgesamt fällt sein Rückblick auf 30 Jahre Kreisverband jedoch positiv aus. Im Jahr 1985 lag die Zahl der angeschlossenen Imker bei 450, heute sind es mehr als doppelt so viele. Auch hat sich einiges in der Ausstattung getan. Mittlerweile verfügen acht Vereine über ein Bienenheim, einen Bienengarten oder ein Vereinsgelände.

Der Rückblick auf 2014 gestaltete sich weniger erfreulich. Die Varroamilbe hat wieder viele Völker dahin gerafft. Die zweite Schleuderung fiel mangels Tracht ziemlich ins Wasser. Wie hoch die Zahl der Völkerverluste letztendlich sein wird, steht erst nach den Reinigungsflügen im März fest. Ein wichtiges Thema war die erfolgreiche Neuimkerwerbung der 16 Ortsvereine und der seit dem Jahr 2000 von den Imkern übernommene Hornissenschutz. Im Vorjahr belief sich die Zahl der Beratungen auf 35, die Zahl der Umsetzungen auf 36. Auch die Verbesserung der aufgrund von Monokulturen zeitweise kritischen Ernährungsbedingungen der Bienen sorgte für Gesprächsstoff. Scharf kritisiert wurde die unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit betriebene Abholzung von Weiden- und Schlehensträuchern an Straßenrändern, die den Bienen als Nahrungsquellen dienen und deren Gefahr für Fahrzeuge stark angezweifelt wurde. Abschließend referierte Gesundheitswart Ingo Schwieder über Bienenkrankheiten und -schädlinge.
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