Für HSG-Herren und Gastgeber TV Sulzbach II ist das 26:26 wie eine Niederlage
Nur mühevolles Unentschieden

Felix Fenchl war vierfacher Torschütze für die HSG-Herren beim 26:26 in Sulzbach. Bild: bwr
Nabburg/Schwarzenfeld. (kum) Im Duell der beiden ungeschlagenen Teams bei HC Sulzbach II ist keine der beiden Serien gerissen. Freuen konnte sich am Ende aber keiner, über das 26:26, denn angefühlt haben dürfte es sich für beide wie verloren. Das Problem ist gar nicht so sehr das Ergebnis (beide sind punktemäßig im Soll und können mit dem Punkt ihre Tabellenplätze behaupten), sondern wie es zustande gekommen ist. Beide Teams hatten jeweils eine schlechte Halbzeit, in der sie einen möglichen Sieg hergeschenkt haben.

Die Partie begann gut für die leicht favorisierten Gäste, die schnell mit 3:0 in Führung gehen konnten. Auch wenn den Sulzbachern danach ebenfalls Tore gelingen sollten, entwickelte sich eine relativ einseitige Partie. Während die HSG zielstrebig nach vorne agierte, wirkten die Gastgeber nervös und spielten zum Teil wilde Sachen (entsprechend gab es viele Ballverluste und wenig Tore). Die komfortable Halbzeitführung von 16:11 für die Gäste war nicht nur verdient, sie hätte leicht auch höher ausfallen können. Die Überlegenheit der HSG war ziemlich deutlich.

Wie abgeschnitten

Zwei schnelle Tore zum 18:11 waren ein eigentlich sehr guter Start in die zweite Hälfte, doch dann riss der Faden komplett im HSG-Team. Innerhalb weniger Angriffe war die Souveränität dahin und die zuvor noch treffsichere Offensive plötzlich ziemlich zahnlos. "Erschreckend war nicht nur wie groß die Verunsicherung plötzlich wurde, sondern auch wie unnötig es dazu kam", ärgerte sich HSG-Trainer Daniel Kessler nach der Partie: "Wir hatten in einigen Situationen Pech, haben die Angriffe aber trotzdem gut gespielt und waren weiterhin das bessere Team.

Eigentlich gab es keinen Grund die Nerven zu verlieren." Doch genau das passierte. Die HSG haderte mit sich, dem gegnerischen Pfosten, etlichen unglücklichen Fifty-Fifty-Schiedsrichterentscheidungen und verstrickte sich speziell im Angriff zu oft im Klein-Klein-Spiel. Entsprechend regelmäßig lud man die Gastgeber zu Kontern ein, die diese konsequent nutzten und den Rückstand egalisieren konnten.

Wenn der kurz vor Schluss eingewechselte Martin Strejc nicht einige spektakuläre Paraden geboten hätte, wäre das Spiel definitiv verloren worden. So kam es in einer hitzigen Schlussphase noch zu einem glücklichen 26:26 (nach der ersten HC-Führung zum 26:25 konnte der Gast in der Schlussminute noch ausgleichen). Eigentlich tat dieses Remis in der Tabelle beiden nicht weh, denn die meisten Konkurrenten in der oberen Tabellenhälfte haben sogar verloren. Die schmerzhafte Erkenntnis war aber dennoch, dass beide mit etwas mehr Ruhe im Spiel die Partie genauso gut auch hätten gewinnen können.

HSG-Tore: Blödt 8/4, Fenchl und Schießl je 4, Held 3/1, Forster und J. Strejc je 2, Kiener, Schanderl und Spiller je 1
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