Für immer Ferien

Zur Verabschiedung von Studiendirektor Erhard Lippert (Erste Reihe, Zweiter von rechts) waren viele Gäste in die Aula der Eschenbacher Wirtschaftsschule gekommen. Schulleiter Thomas Reitmeier (Erste Reihe, von links), Oberstudiendirektor Dr. Knut Thielsen, Projektleiterin Bozena Glab, Studiendirektorin i.R. Annemarie Metz undStudiendirektor i.R. Walter Schnoy blickten auf viele Jahre mit Lippert zurück. Bilder: rn (2)

Mit Gstanzln aus dem Mund von Schulleiter Thomas Reitmeier und den besten Sprüchen verabschiedete die Wirtschaftsschule Eschenbach ihren Kollegen Erhard Lippert in den Ruhestand.

Am Freitag vor den Faschingsferien endete die Dienst- und Unterrichtszeit des jangjährigen Vertreters der Wirtschaftsschule Eschenbach: Studiendirektor Erhard Lippert. 33 Jahre lang des 66-jährigen Bestehens der Schule bereitete er unter anderem in Deutsch und Erdkunde wissbegierige Schüler auf deren Berufsleben vor.

Schulleiter Thomas Reitmeier beschrieb Lippert bei der Verabschiedungsfeier als engagiert, zuverlässig, konstruktiv, lösungsorientiert und feinfühlig. Den schulischen Lebensweg seines Kollegen ließ der Schulleiter in Gstanzlform - in der Manier des Roider Jackl - und mit Akkordeon Revue passieren. Das Kollegium und die anderen Gäste waren von dem musikalischen Auftritt ihres Chefs begeistert.

Viele Gäste zum Abschied

Der Einladung waren neben der Projektleiterin der polnischen Partnerschule in Nowy Wisnicz, Bozena Glab, und den Leitern der Eschenbacher, Grafenwöhrer und Waldmünchener Schulen auch Repräsentanten der Wirtschaftsschulen Amberg und Weiden, Vertreter von Polizei, örtlichen Geldinstituten und der Agentur für Arbeit gefolgt. Ihre Verbundenheit mit Erhard Lippert bekundeten die ehemaligen Schulleiter Annemarie Metz und Walter Schnoy, ehemalige Weggefährten an der Schule, der Elternbeirat, Förderverein, die Schülermitverwaltung und das Kollegium.

Bozena Glab erinnerte an die erste Begegnung im Jahr 2001: "Wir haben uns von der ersten Minute an gut verstanden", sagte sie und überreichte Lippert im Namen der gemeinsamen polnischen Freunde ein Album mit Fotos von 2001 bis 2014. Glab verlas Dankschreiben von der Schulleitung und dem Lehrerkollegium ihres Gymnasiums, der ehemaligen Schulleiterin und der Bürgermeisterin von Nowy Wisnicz. Sie alle dankten für Lipperts Unterstützung, Sympathie und Freundschaft.

Reifenpannen entlang Saar

Die ehemalige Schulleiterin Annemarie Metz blickte zurück auf 22 gemeinsame Jahre an der Wirtschaftsschule. Als alte Weggefährtin rief sie einige Nebenschauplätze in Erinnerung und plauderte aus dem Nähkästchen. Sei es, dem Preußen Wortschatz und Grammatik der Bayerischen Sprache nahe zu bringen, oder eine Radtour entlang Saar und Mosel mit vielen Reifenpannen zu bewältigen. Die ehemalige Schulleiterin wusste von seiner Vorliebe für Festspiele und Konzerte, vom Unterrichten an der Krankenpflegeschule und sprach von großem Glück, ihn als Stellvertreter an ihrer Seite gehabt zu haben.

Eine Überraschung gelang auch zwei ehemaligen Schülerinnen. Mit Akkordeon- und Gitarrenbegleitung sangen sie "Nehmt Abschied Brüder". Die Schülermitverwaltung erheiterte das Auditorium mit Lipperts Sprüchen wie: "Du sitzt da wie ein Schluck Wasser in der Kurve" oder "Schmeiß die Brust nicht raus wie der Hering in der Dose". Heiter ging's weiter mit dem Schüler-Sketch "Das feine Lokal". Mit einer Überraschung wartete zudem das Kollegium auf. Zu der Melodie "Bolle reiste einst zu Pfingsten" griffen sie Erlebnisse mit Lippert auf: "Einst in den frühen Jahren gab's manche Feierei, und Erhard gar nicht schüchtern war mittendrin dabei." In einem Abschiedslied hieß es dann: "Jenseits der Schule wird die Freiheit wohl grenzenlos sein."

Als weiterer ehemaliger Schulleiter verwendete Walter Schnoy die Buchstaben von Erhard Lipperts Namen zur Beschreibung dessen positiver Eigenschaften wie ehrlich, redegewandt, pflichtbewusst und phantasievoll. Beeindruckt von Elan, Schaffenskraft und Frische des Kollegen zeigte sich Personalrätin Eva Rauh. Begleitet von Bildern lüftete sie die "Sechs Geheimnisse der unendlichen Frische". Es ging um viel Natur und Naturprodukte. Auch Elternbeiratsvorsitzender Thomas Walter erinnerte an die drei gemeinsamen Jahre mit viel Kompetenz.(Hintergrund)
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