Für Mitterteich war mehr drin

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Nach zwei Niederlagen im Bayerischen Wald gelang Landesligist SV Mitterteich beim FC Bad Kötzting ein verdientes 1:1. Eine strittige Schiedsrichterentscheidung in der Nachspielzeit brachte die Stiftländer um mehr.

Bad Kötzting. (chap) Unterm Strich gesehen geht die Punkteteilung laut SV-Vorsitzendem Roland Eckert in Ordnung. "Vor der Partie hätte ich einen Zähler sofort unterschrieben." Doch wieder einmal haderten die Stiftländer mit den Entscheidungen des Unparteiischen. In der Nachspielzeit nahmen zwei heimische Abwehrspieler Frantisek Nedbaly vor dem Strafraum in die Zange. Referee Felix Brandstätter entschied auf Vorteil, nahm diesen nach der nächsten strafstoßwürdigen Attacke an Nedbaly im Strafraum zurück und entschied sich für das erste Vergehen. "Eine klare Fehlentscheidung", ärgerte sich Eckert. "Die Schiedsrichter meinen es offensichtlich nicht gut mit uns."

Schrepel von Beginn an

Die Hausherren traten mit dem erst in dieser Woche als Manager verpflichteten Florian Schrepel an. "Von seiner angeblichen Verletzung war nichts zu bemerken", bestätigte Eckert dem Ex-Weidener eine starke Leistung. Der 33-Jährige war an allen gefährlichen Situationen beteiligt. In der Schlussphase fand Schrepel mit einem tollen Schuss seinen Meister in SV-Torwart Fabian Scharnagl. Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt. Der Bayernliga-Absteiger bestimmte das Geschehen, ohne jedoch die Gäste in Gefahr zu bringen. Diese fanden nicht in die Zweikämpfe, ließen es auch an geistiger Frische mangeln. Eckert vermutet, dass sein Team mit den hohen Temperaturen nicht zurechtkam. Das einzig Positive war der torlose Halbzeitstand.

Zu einem optimalen Zeitpunkt erzielten die Gäste den Führungstreffer. Vier Minuten nach der Pause schloss wieder einmal Frantisek Nedbaly einen schulmäßigen Spielzug über Jens Wegmann und Daniel Hösl ab. Die Hausherren reagierten und drängten auf den Ausgleich. Mitten in deren Drangperiode hinein ballerte Mauricio Göhlert freistehend vor dem FC-Tor das Leder über die Latte. "Dieses Tor muss er machen. Ich glaube nicht, dass die Heimelf in der Lage gewesen wäre, ein 0:2 noch umzudrehen", trauerte Eckert dieser Chance nach.

Nach einer strittigen Situation folgte der Ausgleich. Wieder einmal ging diesem eine Standardsituation voraus. Bei einem scharf getretenen Freistoß ließ die ansonsten sichere Gästeabwehr Ismail Morina kurz aus den Augen und der bedankte sich per Kopfball zum 1:1. In der Schlussphase suchten beide Teams die Entscheidung. Aber trotz größter Bemühungen blieb es beim gerechten Unentschieden.
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