Für Neubau des Wasserwerks

Für das Wasserwerk ist eine Sanierung geplant. Bild: seb

Bis dato ist der Wasserzweckverband Neunaigen/Kemnath schuldenfrei und hat zu Beginn des Jahres 2015 noch Rücklagen in Höhe von rund 70 000 Euro. Doch die werden angesichts der anstehenden Investitionen bald aufgebraucht sein.

(seb) Diese Einsicht gewannen die Verbandsräte bei der Jahresabschlussversammlung, nachdem Vorsitzender Vitus Bauer in seinem Rechenschaftsbericht zum Jahr 2014 die angefallenen und künftigen Kosten aufgelistet hatte. Ferner stellte Verwaltungsfachwirt Bernhard Praschel den Haushaltsplan 2015 vor, der ein Volumen von knapp über 100 000 Euro hat.

Investitionen nötig

Nach den Ausführungen des Vorsitzenden hätten sich die Kosten für die Verlegung der Wasserleitung wegen der Biogasanlage auf fast 100 000 Euro summiert, deren Kostenträger gerichtlich noch nicht festgelegt seien. Weitere einschneidende Ausgaben seien laut Schätzungen des Technikexperten Stefan Ott von der zuständigen Verwaltungsbehörde Wernberg-Köblitz der Wasserleitungsbau in der Ebensberger Straße in Kemnath in Höhe von rund 60 000 Euro und die Planung sowie der Neubau des Wasserwerks in naher Zukunft mit zirka 160 000 Euro. Dieses Projekt muss ebenfalls demnächst in Angriff genommen werden, will der Zweckverband weiterhin die wasserrechtliche Versorgung seiner Mitglieder vom Wasserwirtschaftsamt erhalten.

Angesichts solcher Belastungen fragte sich Bürgermeister Georg Butz, warum nicht schon im neuen Haushalt für diese Projekte Finanzmittel auftauchen, und regte an, in einer baldigen Sondersitzung einen Finanzplan zu erstellen, was auch einstimmig angenommen wurde. Erhöhung des Wasserpreises und Verbesserungsbeiträge stünden dann zur Debatte.

In der gleichen Sitzung wolle man dann auch eine Lösung zur Löschwasserbereitstellung in Mertenberg finden. In diesem Zusammenhang wurde eine Unstimmigkeit zwischen der Feuerwehr Kemnath mit ihrem Dienstherrn Bürgermeister Sepp Reindl an der Spitze und dem Vorsitzenden des Zweckverbands Vitus Bauer ausgeräumt. Letzterer solle mangels Information das Befüllen einer Löschwasserzisterne mit 160 Kubikmeter Wasser aus dem Hydranten als "Wasserdiebstahl" bezeichnet haben, was Reindl zu einer Klarstellung veranlasste. Zum Brandschutz in Mertenberg braucht man zusätzliches Löschwasser, da der Druck im Hydranten viel zu gering ist.

0,97 Euro pro Kubikmeter

In Anbetracht der Investitionen fallen einige Ausgaben des abgelaufenen Jahres im Vergleich geringfügig aus. Gemäß den Ausführungen des Vorsitzenden kosteten drei Wasserrohrbrüche und Schieberauswechslungen in Kemnath etwa 12 000 Euro, der Austausch weiterer Funkwasserzähler 5500 Euro und Reparaturen an Geräten rund 1000 Euro. Der Wasser-preis liegt nach wie vor bei 0,97 Euro pro Kubikmeter. Schließlich wurde auch noch eine Satzungsänderung bezüglich einer Grundgebühr beschlossen, die nach dem Nenn- bzw. Dauerdurchfluss in den Wasserzählern berechnet wird.
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