Für Saisonauftakt gewappnet

Welche Aufstellung schickt Trainer Tomás Galásek bei seiner Punktspiel-Premiere für die SpVgg SV Weiden aufs Feld? Eine Option im Mittelfeld könnte Stefan Graf (links) sein. Der gelernte Stürmer agierte im Pokalspiel gegen Forchheim auf der Sechser-Position. Bild: A. Schwarzmeier

Neue Saison, neues Glück: Die SpVgg SV Weiden startet mit einem Heimspiel in die Spielzeit 2015/16 der Bayernliga Nord. Gegner am Samstag um 18 Uhr im Sparda-Bank-Stadion ist der Würzburger FV. Ein Gegner, mit dem die Weidener zuletzt ihre Schwierigkeiten hatten.

Weiden. (af) In der vergangenen Saison blieben die Schwarz-Blauen gegen die Mittelfranken ohne Sieg. Der 0:1-Hinrundenpleite in Würzburg folgte nach der Winterpause ein ebenso unnötiges 1:1 auf eigenem Platz. "Wir waren in beiden Spielen überlegen, haben aber die Tore nicht gemacht", weiß Ex-Trainer Christian Stadler.

Als neuer Sportlicher Leiter bleibt Stadler die Nervenanspannung auf der Trainerbank künftig erspart. Was ihn aber nicht hindert, die ihm eigene Bayernliga-Erfahrung an seinen Nachfolger weiterzugeben. "Würzburg hat auf jeden Fall Qualität. Das ist eine kompakte Mannschaft, die auf Konter wartet", analysiert er die Spielweise des letztjährigen Tabellenelften. Eine Beurteilung, die Tomás Galásek in seine Überlegungen sicher mit einfließen lassen wird. Allerdings hat Weidens neuer Trainer jüngst verdeutlicht, dass er sich bei der taktischen Ausrichtung nicht nach dem Gegner richten will. "Wir wollen jedem Spiel unseren Stempel aufdrücken", betont der 69-fache tschechische Nationalspieler.

Nur eine Niederlage

In den Testspielen ist dies zum Teil gelungen. Nach dem 0:2 gegen den Drittliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg blieb die SpVgg SV ohne Niederlage: Einem 5:1-Sieg beim Süd-Bayernligisten DJK Vilzing folgte ein 0:0 beim Oberligavertreter VFC Plauen. 5:4 nach Elfmeterschießen beim Landesligisten SV Mitterteich und 2:0 gegen den Ligakollegen SpVgg Jahn Forchheim hießen die Ergebnisse in den Verbandspokal-Qualifikationsrunden. Vor allem in der letzten Partie gegen Forchheim wartete der Tabellenvierte der Vorsaison mit einer ansprechenden Leistung auf.

"Wir haben uns in der Vorbereitung von Spiel zu Spiel gesteigert", urteilt Stadler. "Ich denke, wir sind gewappnet." Ein klares Saisonziel will der Sportliche Leiter nicht ausgeben. "Die Bayernliga hat mit den Absteigern und Neulingen ein ganz anderes Gesicht. Wir müssen abwarten, wie wir uns da positionieren können", sagt Stadler, der auf einen "gewissen Umbruch" im Kader verweist: "Einige sind nicht mehr da. Unser erstes Ziel ist es, dass die jungen Spieler Fuß fassen." Falls möglich, wolle man jedoch den Kontakt nach vorne nicht abreißen lassen. Ob dies klappt, hängt natürlich auch vom Saisonstart ab: "Wenn wir in den ersten Spielen punkten können, ist das gut für das Selbstbewusstsein."

Wildenauer fehlt weiter

Um die Spannung im Kader hochzuhalten, wird Tomás Galásek die Aufstellung grundsätzlich erst kurz vor dem Spiel bekanntgeben. Neben den Langzeitverletzten Tobias Plößner und Marco Kießling (beide Kreuzbandriss) fehlen Thomas Wildenauer (operativer Eingriff) und Rafael Wodniok (muskuläre Probleme). Wodniok hat sich zwar zurückgemeldet, muss aber erst seinen Trainingsrückstand aufholen. Wildenauer sollte in circa zwei Wochen wieder einsatzfähig sein. Dessen Stammplatz als linker Außenverteidiger dürfte gegen Würzburg wie zuletzt Michael Riester einnehmen.

Der Würzburger FV gleicht kurz vor dem Saisonstart einer Wundertüte. Im Herbst 2014 stand der Traditionsverein kurz vor der Insolvenz. Mittlerweile hat sich die Klubführung neu aufgestellt, die Schuldenlast auf rund 300 000 Euro reduziert. Trainer ist seit zweieinhalb Jahren der ehemalige U19-Trainer Christian Graf. Die Unterfranken mussten Stammspieler wie Andreas Hetterich (7 Tore), Andreas Zehner, Wladimir Slintchenko oder Torwart Jan-Peter Grunz abgeben. Gleichzeitig meldete der FV interessante Neuzugänge. Allen voran Rückkehrer Adrian Istrefi. Der Albaner zog zuletzt beim Drittliga-Aufsteiger und Stadtrivalen Würzburger Kickers im Mittelfeld die Fäden.
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