Für "sehr nette Leute" da sein

Dr. Justin Kamwanya Kishimbe mag es unkompliziert: Er möchte am liebsten nur Pater Justin genannt werden.

Die Pfarrgemeinschaft Kulmain-Immenreuth hieß Pfarrvikar Dr. Justin Kamwanya Kishimbe willkommen. Pater Justin sieht seine Arbeit in der Weiterentwicklung der beiden Pfarrgemeinden, um den Glauben lebendig zu erhalten. Sein Zeil: Mit allen gut zurecht zu kommen.

Kulmain/Immenreuth. (bkr) Im Pfarrsaal von Kulmain bereiteten dem kongolesischen Geistlichen die beiden Pfarreien einen freudigen Empfang. Der Kirchenchor unter Leitung von Volker Brandl, der zuvor den Vorabendgottesdienst mit der Mozartmesse in B sehr eindrucksvoll gestaltet hatte, stimmte zur Begrüßung "Wünsche für dein Leben" an.

Uneingeschränkt war die Freude von Kirchenpfleger Albert Sollfrank. "Wir haben einen neuen Kaplan bekommen. Wir freuen uns, dass uns der Bischof einen Pfarrdekan geschenkt hat, dafür gehört unser Dank." Ungeachtet oder gerade wegen der sehr guten Deutschkenntnisse des Priesters überreichte ihm Sollfrank zwei Wörterbücher "Oberpfälzisch - Deutsch" und umgekehrt, damit mit ihm nicht nur Schriftdeutsch gesprochen werden muss.

Sollfrank stellte die Verbindung des Christentums zwischen Afrika, Europa und Deutschland heraus. Ein starkes Bindeglied sei der heilige Mauritius aus dem Sudan. Er war Kommandeur der 6600 Mann starken Thebaischen Legion aus Christen. Nach der Überquerung der Alpen sollten sie gegen Christen eingesetzt werden. Mauritius und die Legion weigerten sich. Grausam wurde die gesamte Legion ausgelöscht. "Wir profitieren von der Frucht Afrikas", sagte Albert Sollfrank mit Blick auf Pater Justin, dem er, ebenso wie Immenreuths Bürgermeister Heinz Lorenz, eine glückliche Hand bei seiner seelsorgerischen Arbeit wünschte.

Jung und dynamisch

Kulmains Gemeindeoberhaupt Günter Kopp zeigte sich überzeugt, dass der junge und dynamische Pater beiden Pfarreien sehr viel Freude bereiten werde. Ihm sagte der Rathauschef Unterstützung zu, wenn Hilfe nötig sei.

"Mein Gott, was soll ich noch sagen?", fragte der neue Seelsorger. Pater Justin stellte die im Neuen Testament vorhandenen Verbindungen zwischen Afrika und Europa heraus. Die vielen afrikanischen Missionare bewiesen, dass auf dem Schwarzen Kontinent das Evangelium lebendig sei, betonte er.

Gefragt nach seinen ersten Eindrücken im neuen Wirkungsbereich, antwortete Pater Justin: "Es sind sehr nette Leute." Er wünsche sich eine gute Zusammenarbeit sowie Einheit der beiden Pfarreien.

Eine große Überraschung hob sich der Kirchenchor noch bis zum Ende des offiziellen Teils auf. Ilse Brandl schrieb zur Melodie "Von den blauen Bergen kommen wir" einen neuen Text. Er begann mit "Aus dem fernen Kongo kommt er her" und endete in der fünften Strophe mit: "Ein dreifach Hoch auf unseren Kaplan, den wir alle gerne nehmen an, und wir wünschen ihm noch heute, dass er liebet Land und Leute und auch uns wird gerne nehmen an."
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