Für tägliches Brot von Haus zu Haus
Im Blickpunkt

Nach dem Segen von Pfarrer Heribert Stretz zogen die Sternsinger hinaus zu den Pfarrangehörigen, um Spenden für hungernde Kinder zu sammeln. Bild: hl
Waldeck. (hl) 20 Ministranten machten sich als Sternsinger auf den Weg zu den Pfarrangehörigen aus Waldeck und den Ortschaften, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Zuvor waren sie mit Pfarrer Heribert Stretz in die Pfarrkirche zum Festgottesdienst eingezogen. Er sah die Bitte "Unser tägliches Brot gib uns heute" im Vaterunser im Zentrum der Sternsingeraktion. Wenn die Ministranten den Segen Gottes in die Familien bringen, so erinnert dies an die vielen Menschen auf der Erde, denen das tägliche Brot fehlt.

In seiner Predigt ging der Seelsorger auf die Geschichte mit den drei Weisen ein, die dem Kind in der Krippe wertvolle Geschenke mitbringen. Gold, Weihrauch und Myrrhe seien wertvolle Geschenke, wie man sie Königen macht. Aber sie seien nicht gerade "praktisch". Heutzutage brauche ein Kind andere Dinge zum Überleben. Oft fehle ihnen etwas zu essen und zu trinken.

Stretz verwies auf das Plakat zur Sternsingeraktion, auf dem der elfjährige Jerec abgebildet ist, der auf den Philippinen lebt. Für ihn sei das, was wir haben, überhaupt nicht selbstverständlich. Ebenso für die Erwachsenen in seinem Land. Dort und in anderen ärmeren Ländern ernährten sich viele morgens, mittags und abends nur von Reis. Ihnen fehlten wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Eiweiß.

Dadurch könnten sich vor allem Kinder nicht richtig entwickeln. Sie wachsen nicht richtig, können sich nicht konzentrieren und haben kaum Abwehrkräfte. Darum sei es für Mütter und Väter wichtig zu wissen, was ihr Kind braucht und wie sie gesundes Obst und Gemüse selbst anbauen können. Wenn die Sternsinger unterwegs sind und um Spenden bitten, dann wüssten sie, dass es Jesus ist, der sagt: "So wie ich selbst in der Armut eines Stalles geboren wurde, so könnt ihr mich auch heute noch in jedem Kind erkennen, das in Armut lebt. Was ihr diesen Menschen schenkt, das schenkt ihr mir." Jesus verheiße ein Leben in Fülle, wenn man teile, was man hat.

Sternsinger trugen die Fürbitten vor. Pfarrer Stretz segnete Stern, Weihrauch sowie Kreide und dankte allen, die auch bei der Vorbereitung der Aktion mitgeholfen haben, sowie dem Fahrdienst.
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