Für vollständiges Fracking-Verbot
Reaktion

Waldsassen/Weiden.(pz) Die beiden Abgeordneten Tobias Reiß und Albert Rupprecht besuchten kürzlich den Kondrauer Mineralbrunnen (wir berichteten). Dabei war auch Fracking ein Thema. Dazu meldete sich jetzt das Bündnis "Abgefrackt Weidener Becken gegen Fracking" zu Wort.

In einer Stellungnahme, unterzeichnet von Pressesprecherin Sonja Schuhmacher heißt es: "Leider hat MdB Albert Rupprecht noch nicht zu der Frage von Abgeordneten Watch Stellung genommen, ob er bereit ist, sich im Bundestag für ein allgemeines Fracking-Verbot stark zu machen (und vorläufig für ein Fracking-Moratorium wie in Frankreich)." Das Bündnis verweist auf eine Umfrage, wonach 58 Prozent der Wähler von CDU-CSU ein vollständiges Fracking-Verbot befürworten, insgesamt 61 Prozent.

"Das Bündnis fordert weiterhin ein vollständiges Fracking-Verbot, nicht nur zum Schutz des Wassers, sondern auch zum Schutz unserer Heimat, der Landschaft und des Klimas", heißt es weiter. "Eine Ausnahme für Einzugsgebiete von Heilquellen und Brunnen zur Gewinnung von Mineralwasser, wie es die Verantwortlichen von Kondrauer fordern, reicht uns nicht." Denn die Fließbewegungen des Grundwassers ließen sich nicht genau vorhersagen; außerdem seien einmal eingetretene Schäden irreparabel.

"Sollte der Bundestag das Fracking-Ermöglichungsgesetz der Koalition im Herbst dennoch verabschieden, wird das Bündnis gemeinsam mit der Aarhus-Konvention-Initiative durch eine Klage vor dem Aarhus-Komitee gegen das Gesetz und etwaige Fracking-Vorhaben vorgehen." Denn es habe weder eine angemessene Beteiligung der Bevölkerung noch eine strategische Umweltprüfung (SUP) stattgefunden. Die Initiative habe zu diesem Zweck einen Rechtshilfefonds gegründet. Dieser werde von Fracking-Gegnern unterstützt.

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Weitere Umfrage im Internet:

http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bu...
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