Für Waschpark ungeeignet

Vor allem die Lage im Wohngebiet und die problematische Erschließung gaben für den Bauausschuss den Ausschlag, die Waschpark-Pläne auf einem unbebauten Gelände in der Amberger Straße abzulehnen. Bild: mab

Die Folgen im Wohngebiet an der Amberger Straße wären einfach zu gravierend: Für den geplanten Waschpark muss sich Heinz Schmid einen anderen Standort suchen. Der ablehnende Beschluss des Bauausschusses fiel einstimmig.

Schwarzenfeld. (cv) Das Projekt - ein Waschpark für Autos und Transporter bis 3,5 Tonnen mit Kfz-Aufbereitung - wäre auf einem unbebauten Grundstück in der Amberger Straße 37 (80 Meter östlich der Araltankstelle) geplant. Drei bis fünf Angestellte würden beschäftigt. Bauamtsleiter Gerhard Brunner erläuterte die Details des Antrags auf einen Vorbescheid. Demnach sollen die Autos von der Amberger Straße (Staatsstraße 2151) aus in den Waschpark hinein und über das südwestliche Eck des Grundstücks in den Deiselkühner Weg hinaus fahren. Betriebszeit: 6 bis 20 Uhr.

Die Nachteile

Nun können im allgemeinen Wohngebiet zwar Ausnahmen wie nicht störende Gewerbetriebe und Tankstellen zugelassen werden - aber nur, wenn sich die Anlage einfügt, die Erschließung gesichert ist und die Anlage nicht stört. Doch Lärm ist zu erwarten. Brunner zitierte ein Urteil des Verwaltungsgerichts Saarlouis, das die planungsrechtliche Zulässigkeit für SB-Waschanlagen in einem Wohngebiet wegen des "störenden Gewerbebetriebs" verneint hatte. Aber auch ohne Urteil: Die Nachteile lagen auf der Hand.

Brunner fasste zusammen: Der Betrieb der Anlage, Zu- und Abfahrtsverkehr werden verstärkt für Lärm sorgen. Bei einer Zufahrt an der Amberger Straße würden öffentliche Stellplätze am Parkstreifen wegfallen. Es stellt sich die Frage der Ablöse. Schwierig auch die Abfahrt in den Deiselkühner Weg, die hier ein Halteverbot nach sich zöge - und das bei der bekannten Parkproblematik. Zudem müsste der Eigentümer auf dem Grundstück gemäß der Satzung des Marktes fünf Stellplätze und einen Stauraum für zehn Autos schaffen. Rückstaus in den fließenden Verkehr der Staatsstraße seien nicht auszuschließen. Bei all den Kritikpunkten: Die angrenzenden Grundstückseigentümer haben auf den Planunterlagen unterschrieben - allerdings nicht bei der erforderlichen Abstandsflächenübernahme.

Problematische Ausfahrt

Der Bauausschuss war sich einig: Die Erschließung ist angesichts der problematischen Ausfahrt nicht gesichert. Das Gremium versagte dem Projekt das gemeindliche Einvernehmen. Laut Brunner sei im Gespräch mit Bauherrn und Planer deutlich geworden, dass für ihn auch "andere Standorte vorstellbar wären".
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