"Füreinander einstehen"

Weihbischof Reinhard Pappenberger feierte in der Josephskirche Messe und weihte den neuen Altar. Bild: rgr

Erntedank ist ein bedeutendes Fest für Kirchen weltweit. Bewusst wählte die Pfarrei Hütten diesen Termin für die Rückkehr in die renovierte Josephskirche, um Gott auf vielfältige Weise Dank zu sagen und um den neuen Altar von Weihbischof Reinhard Pappenberger weihen zu lassen.

Die Mädchen und Buben des Kindergartens St. Josef waren sich sicher: "Schön wird das Fest, Gott lädt uns ein". Mit diesem Lied empfingen sie Weihbischof Reinhard Pappenberger, der im Kirchenzug mit Vertretern der Kirche, der Stadt und der Vereine von der Laurentius-Kirche zur Josephskirche zog.

Weihbischof Pappenberger feierte die Messe mit Stadtpfarrer Bernhard Müller, Kaplan Thomas Thiermann, Monsignore Karl Wohlgut, Pfarrer Wolfgang Traßl, Pfarrer Hans Bayer und Pfarrer Heiner Wittmann in der Josephskirche. Diese sei laut Pappenberger nicht nur schön anzuschauen, sondern ermögliche zudem ein Weiterleben der Kirche. "Die Hüttener können wirklich stolz sein auf ihre Kirche."

"Betritt man die Kirche, fällt der Blick auf den Hochaltar und auf das Dreifaltigkeitsbild mit dem Gnadenstuhl. Dies ist ein Zeichen der Zusammengehörigkeit. Auch für uns gilt: Wir haben jemanden, der uns an sein Herz hält, auch wenn wir in die schlimmsten Umstände geraten.", betonte der Weihbischof in seiner Predigt. Im Festgottesdienst wurde der neue Altar der Josephskirche geweiht. Dazu ging Weihbischof Pappenberger auf das Leben der heiligen Anna Schäffer aus Mindelstätten ein. Ihre Füße gelangten im Kindesalter in die Lauge eines Waschkessels. "Sie hat sich dem Gnadelstuhl anvertraut. Wer an ihrem Grab Trost sucht, bekommt ihn auch", sicherte er zu.

Reliquien von ihr und Frater Eustachius Josef Kugler, der am 4. Oktober 2009 selig gesprochen wurde, wurden im neuen Altar eingesetzt und versiegelt. Die Gläubigen ermunterte der Weihbischof, der Spur von Anna Schäffer und Josef Kugler zu folgen. Über den Kirchenpatron sagte er: "Die Kirche wurde in den 1930er Jahren gebaut. Damals gab es schwierige Zeiten. Aber Joseph ist der sicherste Patriarch."

Passend zum feierlichen Anlass sang der "Chor-Alle" "Das Gotteshaus ist neu gemacht, halleluja". Der Jugendchor "Cantare et Vivere" ließ mit wunderbaren Stimmen erklingen: "In deinem Haus will ich bleiben, Vater." Die Stadtkapelle Grafenwöhr spielte beim Festzug.

Vor dem Segen erinnerte Kirchenpfleger Josef Panzer an die Sanierungszeit und bedankte sich bei allen, die das Kirchenprojekt unterstützt haben. Mirko Bertl vom Architekturbüro Juretzka betonte: "Gut Ding braucht Weile, Geduld und Durchhaltevermögen." Er dankte für die gute Zusammenarbeit und gratulierte Bildhauer Karl-Heinz Torge zu dem neuen Altar. "Die Handwerker waren sehr engagiert", lobte er. "Füreinander einstehen" - dies gilt für die Kirche St. Joseph", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch.

Stadtpfarrer Bernhard Müller sprach Weihbischof Pappenberger, den Mitzelebranten und der Diözese Regensburg seinen Dank aus. Dankesworte gingen auch an Reinhard Aumüller, Robert Denk, Stefan Brändl und Hans Reichl, der Mesnerin Annemarie Baur, den Chören und der Stadtkapelle sowie Elisabeth Wittmann für das Überlassen der Laurentius-Kapelle während der Bauphase. Sein besonderer Dank galt Kirchenpfleger Josef Panzer, dem Organisator, der stets vor Ort war und selbst mit Hand angelegt hat.
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