Fürs Kinderdorf Kasse geleert
Schulen

Nicht nur peppig, sondern auch profitabel fiel die Eschenbacher Abiturzeitung 2015 aus. Den Erlös von 220 Euro übergaben Andreas Dzierza und Lena Rauh in Immenreuth an SOS-Kinderdorfleiter Alfred Schuster (von rechts). Bild: bjp
Eschenbach/Immenreuth. (bjp) Wochenlange Arbeit und viel Fantasie hat der Eschenbacher Abiturjahrgang 2015 auf sein gedrucktes "Vermächtnis" verwandt. Und er traf damit den Nerv von Mitschülern, Lehrkräften, Familien und Freunden: Weil sich die Abiturzeitung wie geschnitten Brot verkaufte, blieben 220 Euro Überschuss in der Kasse.

Was soll damit geschehen? Das fragten die Redaktionsgruppe sowie die Mitschüler. Und nach der spontanen Spendensammlung für kenianische Schulkinder bei der Abiturabschlussfeier bewiesen die jungen Erwachsenen aufs Neue, dass sie das "Reifezeugnis" zu Recht erhalten haben. Für die 108 Abiturienten war es ausgemacht: Das Geld soll dem SOS-Kinderdorf Oberpfalz in Immenreuth zugutekommen.

Bei der Spendenübergabe, die Dorfleiter Alfred Schuster mit einer Führung durch sein 20 000 Quadratmeter großes "Reich" verband, überzeugten sich Abizeitungs-Chefredakteurin Lena Rauh und Jahrgangsstufensprecher Andreas Dzierza, dass das Geld dort in besten Händen ist. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche haben in Immenreuth seit der Einweihung 1968 Geborgenheit und ein neues Zuhause gefunden. Zurzeit gehören zum Kinderdorf 91 junge Menschen.

Alfred Schuster vergaß nicht zu erwähnen, dass der deutsche SOS-Kinderdorfverein vor genau 60 Jahren von Hermann Gmeiner gegründet wurde. Auch im Namen seiner "Schützlinge" dankte Schuster den Abiturienten für die Spende, die in eine zweite Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fließen soll.
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