Funkverkehr der Feuerwehr gestört
Im Blickpunkt

Schwandorf. (cv) Es ist ein Problem, dass im nächsten Jahr mit Einführung des Digitalfunks der Vergangenheit angehören wird. Am Dienstag führte es jedoch dazu, dass manche Feuerwehren im Landkreis geraume Zeit nicht erreichbar waren.

Eineinhalb Stunden dauerte das "kleine Problem im Analogfunk". Hans Prechtl, der Pressesprecher des Landratsamtes, erläutert dem NT, wie es dazu kam. Die Frequenzen werden immer enger genutzt. Die Landkreise Traunstein und Schwandorf funken auf der gleichen Frequenz. Und dabei könne es zu sogenannten "Überreichweiten" kommen, zu Überschneidungen, die den Funkverkehr stören. Zum Verständnis vergleicht Prechtl die Situation mit der Reichweite der Radiosender. Wer mit dem Auto unterwegs ist, wird oft mit Störungen konfrontiert, wenn man den Frequenzbereich verlässt. "Es rauscht, der Empfang wird schlechter, irgendwann versteht man nichts mehr".

Und so muss man sich laut Prechtl die Situation vorstellen, mit der die Feuerwehren konfrontiert waren: "Sie senden auf einem Vier-Meter-Band und einem 70-Zentimeter-Band. Das kürzere war gestört". Über dieses werden jedoch die Funkwecker der Wehren ausgelöst, die im Notfall ausrücken sollen. Die Folge: Im Brandfall wären die Kommandanten übers Telefon verständigt worden. Sie hätten dann manuell die Sirene auslösen müssen. "Kein Problem", so Prechtl angesichts der turnusmäßigen Sirenenübungen. Welche der 147 Feuerwehren betroffen waren, könne nicht gesagt werden. Das hätte sich erst bei einer entsprechenden Alarmierung gezeigt. Doch wie gesagt: Mit der Einführung des Digitalfunks im nächsten Jahr gehört das "analoge Problem" der Vergangenheit an.
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